Experten werben für gastfreundliche Kirchen

Nachricht 13. Juni 2005

Hermannsburg/Kr. Celle (epd). Experten aus den Bereichen Kirchenpädagogik und Tourismus haben am Wochenende in Hermannsburg für gastfreundliche Kirchen geworben. Immer mehr Menschen besuchten geöffnete Kirchen, sagte Tessen von Kameke vom Bundesverband Kirchenpädagogik. Dadurch steige die Nachfrage nach kompetenten Gastgebern, betonte der Pastor zum Auftakt eines Ausbildungsganges für ehrenamtliche Kirchenführer in Hermannsburg bei Celle.

Innerhalb der evangelischen Kirche gibt es nach Schätzungen von Kamekes mit bundesweit rund zehn Schulungen immer mehr Ausbildungen für ehrenamtliche Kirchenführer. In der katholischen Kirche seien ähnliche Modelle verbreitet. In der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers haben jetzt 25 Frauen und Männer den Kurs mit 120 Unterrichtsstunden an acht Wochenenden begonnen.

Zum zweiten Mal bieten "Kirche im Tourismus", die Evangelische Erwachsenenbildung und der Bundesverband Kirchenpädagogik die Ausbildung an. "Es reicht nicht, Gebäude zu öffnen, die vielen gar nicht mehr vertraut sind. Am besten ist es, wenn in den Kirchen Menschen miteinander ins Gespräch kommen", sagte die Ruhestandspastorin Karin Lorenz, die die Ausbildung mit initiiert hat.

Die Ausbildung lehre deshalb nicht nur Baugeschichte und rechtliche Fragen, erläuterte Kursleiterin Stefanie Conradt. Als Gastgeber müsse man auch Erlebnisse vermitteln. Besucher könnten zum Beispiel einen Ort suchen, an dem sie sich gerne aufhalten. Die Ausbildung wird von der Evangelischen Fachhochschule Hannover wissenschaftlich begleitet.
Dabei sollen auch Menschen mit wenig Kontakt zur Kirche nach ihren Erwartungen befragt werden. (epd Niedersachsen-Bremen/b2050/13.06.05)
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