Auf einen Blick (7.6.)

Nachricht 07. Juni 2005

40 Gräber auf Hamelner Friedhof verwüstet
Hameln (epd). Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag auf einem städtischen Friedhof in Hameln 40 Grabstätten verwüstet. "Blumenvasen und -schalen wurden umgeworfen und ausgeschüttet, Grablichter aus den Ruhestätten getreten und zerstört sowie Grabsteine durch Abschlagen der Beschriftung beschädigt", sagte ein Polizeisprecher. Der Sachsschaden beträgt mindestens 1.500 Euro. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe. (epd Niedersachsen-Bremen/b1981/07.06.05)
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Anlaufstelle: Kirchentag führt zu Kircheneintritten
Hannover (epd). Der evangelische Kirchentag Ende Mai in Hannover hat offenbar Menschen dazu veranlasst, wieder in die Kirche einzutreten.
Bislang hätten sich fünf eintrittswillige Frauen und Männer in Gesprächen auf Erlebnisse bei dem Protestantentreffen bezogen, sagte der Leiter der evangelischen Wiedereintrittsstelle "Kirche im Blick" in Hannover, Michael Wohlers, am Montag auf Anfrage. Einen von ihnen hätten zudem die Papst-Feierlichkeiten in Rom beeindruckt.

Ein junger Mann im Alter von etwa 30 Jahren wolle sich im Herbst taufen lassen. Für einen 55-Jährigen wurden die Erlebnisse und Gespräche mit Kirchentagsbesuchern in einem Schulquartier zum Eintrittsgrund: Der Mann hatte ehrenamtlich bei der Betreuung der Gäste mitgearbeitet.
Wohlers rechnet mit weiteren Gesprächen über den Kirchentag in den nächsten Wochen. Während des Kirchentags selbst seien sieben Frauen und Männer wieder eingetreten. Der Entschluss habe bei ihnen allerdings schon länger festgestanden.

Im laufenden Jahr verzeichnete die Wiedereintrittsstelle in der Innenstadt Hannovers bisher 160 Eintritte. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 355. Die Zahl der Austritte liegt aber immer noch weit höher.
So kehrten 2003 etwa 2.500 Hannoveraner der evangelischen Kirche den Rücken. (epd Niedersachsen-Bremen/b1974/06.06.05)
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Göttinger Warentauschtag: Zweieinhalb Tonnen getauscht
Göttingen (epd). Der 10. Warentauschtag in Göttingen am vergangenen Sonnabend war nach Angaben der veranstaltenden kommunalen und kirchlichen Betriebe ein voller Erfolg. Nach Angaben vom Montag fanden die meisten mitgebrachten Gegenstände in einem Gesamtgewicht von rund dreieinhalb Tonnen neue Besitzer. Nur etwa Tonne müsse nun als Abfall entsorgt werden. Die Organisatoren zählten mehr als 1.000 Besucher.

Beim Warentauschtag werden anderem Bücher, Fahrräder, Haushaltswaren, Elektronikgeräte, Kleinmöbel, Kinderkleidung, Spielzeug, Sportgeräte und Pflanzen ohne Wertausgleich getauscht. Der Tausch funktioniert meistens anonym, die Teilnehmer stellen die mitgebrachten Gegenstände auf Warentischen aus.

Warentauschtage seien sozial und ökologisch sinnvoll, erklärte die Göttinger Stadtreinigung: "Was für den einen wertlos ist, kann ein anderer noch gebrauchen, und es muss nicht unweigerlich auf der Deponie landen." Die Niedersächsische Umweltstiftung hat den Warentauschtag bereits mit einem Umweltpreis ausgezeichnet. (epd
Niedersachsen-Bremen/b1969/06.06.05)
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Göttinger Superintendent reist nach Nicaragua
Göttingen (epd). Zum 15. Jahrestag der Partnerschaft zwischen reformierten und lutherischen Christen aus Göttingen sowie der lutherischen Kirche in Nicaragua besucht der Göttinger Superintendent Wolf-Dietrich Köhler das mittelamerikanische Land. Er werde am 21. Juli mit einer Delegation aus Südniedersachsen nach Nicaragua reisen, teilte der evangelische Kirchenkreis Göttingen am Montag mit. Köhler will unter anderem eine Schule und ein Krankenhaus der Lutheraner besuchen und mit Bischöfin Victoria Cortéz zusammen kommen.

Die 1987 von Flüchtlingen aus dem Nachbarland El Salvador gegründete "Iglesia Luterana de Nicaragua" hat rund 5.000 Mitglieder. "Sie machen unheimlich viel im sozialen Bereich, fördern Gesundheitsprogramme und kümmern sich um die Bildung der Leute", sagte Diakon Lothar Weiß aus Bovenden bei Göttingen. Weiß begleitet seit 1992 Begegnungen zwischen Jugendlichen aus Göttingen und Nicaragua.

Vor drei Jahren half eine Göttinger Delegation beim Bau von Hütten, Latrinen und Waschplätzen in einer vom Wirbelsturm "Mitch" zerstörten Region Nicaraguas. Kirchengemeinden aus Südniedersachsen überwiesen damals umgerechnet 16.000 Euro Spenden für Wiederaufbau-Projekte. 2002 erhielt die evangelische Kirchengemeinde Bovenden für die Partnerschaft den evangelischen "Förderpreis Eine Welt". (epd
Niedersachsen-Bremen/b1972/06.06.05)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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2. Lieferung des Kirchlichen Jahrbuchs 2002 erschienen
Dokumentation und Rezeption von „Kirchengemeinschaft nach Evangelischem Verständnis“

Im Gütersloher Verlagshaus ist die zweite Lieferung des „Kirchlichen Jahrbuchs für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)“ vom Jahrgang 2002 erschienen. Diese zweite Teillieferung heißt: nach dem gleichnamigen Votum des Rates aus dem Jahr 2001 „Kirchengemeinschaft nach Evangelischem Verständnis. Auf knapp 150 Seiten kommentiert und dokumentiert der Leiter des Konfessionskundlichen Instituts des Evangelischen Bundes in Bensheim, Michael Plathow, sowohl das Votum als auch seine Rezeption im protestantischen, katholischen und orthodoxen Bereich. Darüber hinaus führt der Band vor dem Hintergrund der Diskussion um eine Strukturreform der EKD in die Frage um die „EKD als Kirchengemeinschaft“ ein. In einem Nachwort kommentiert und diskutiert Michael Plathow das Verhältnis von Bekenntnis und Kirchengemeinschaft innerhalb der EKD.

Hannover, 6. Juni 2005
Pressestelle der EKD
Christof Vetter