Auf einen Blick (3.6.)

Nachricht 03. Juni 2005

Missionswerk feiert mit internationalen Gästen
Hermannsburg/Kr. Celle (epd). Das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen feiert mit hunderten Gästen aus dem In- und Ausland in Hermannsburg Missionsfest. Vom 24. bis zum 26. Juni werden dazu unter anderen der langjährige Leiter des Versöhnungszentrums in Coventry (England), der anglikanische Theologe Paul Oestreicher, sowie der brasilianische Liedermacher Dorival Ristoff erwartet, teilte das Missionswerk am Freitag mit.

Das Fest auf dem Gelände des Missionsseminares lädt "zu einer Reise durch unterschiedliche Länder und Kulturen mit Begegnung, Musik und Gottesdiensten" ein, sagte die Missions-Direktorin, Martina Helmer-Pham Xuan. Am 24. Juni beginnt das Fest mit einem Begrüßungsabend. Um 20.15 Uhr gibt der Liedermacher Dorival Ristoff mit seiner Gruppe "Terra sem males" ein Konzert.

Paul Oestreicher hält am 25. Juni eine biblische Besinnung über das Festmotto "Lasst euch versöhnen". Es werden Mitarbeitende begrüßt, die aus dem Ausland zurückkehren. Helmer-Pham Xuan verabschiedet Missionare, die in die Partnerkirchen auf drei Kontinenten ausreisen. Für Kinder gibt es eigene Angebote. Ein Missionsfest für Kinder wird zudem bereits am 19. Juni ab 14 Uhr in Hermannsburg gefeiert. (Informationen unter Telefon 05052/69-211). (epd Niedersachsen-Bremen/b1949/03.06.05)
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Knapp 9.000 Veranstaltungen in Evangelische Büchereien
Göttingen (epd). Die rund 1.000 evangelischen Büchereien in Deutschland haben im vergangenen Jahr mehr als 8.900 öffentliche Veranstaltungen organisiert. Das seien 15,9 Prozent mehr als im Vorjahr, sagte am Donnerstag in Göttingen die Geschäftsführerin des Deutschen Verbandes Evangelischer Büchereien, Gabriele Kassenbrock. Die fast 6.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Büchereien leisteten dabei rund 500.000 Arbeitsstunden.

Evangelische Büchereien gibt es unter anderem in Krankenhäusern, Kirchengemeinden, Kindergärten und Altenheimen. Ihre Dachorganisation ist der Deutsche Verband Evangelischer Büchereien mit Sitz in Göttingen.
Der Verband vergibt jährlich den mit 5.000 Euro dotierten Evangelischen Buchpreis. (epd Niedersachsen-Bremen/b1931/02.06.05)
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Vier neue "Tafeln" nehmen in Niedersachsen Arbeit auf
Nienburg (epd). In Niedersachsen haben vier neue "Tafeln" ihre Arbeit aufgenommen. Initiativen in Osterode, Varel, Nordenham und Hann.
Münden starteten in den vergangenen Wochen, teilte Matthias Mente von der Ländervertretung der Tafeln in Niedersachsen und Bremen am Donnerstag in Nienburg mit. Die Tafeln sammeln überschüssige Lebensmittel von Supermärkten, Herstellern oder Bäckereien und verteilen sie an Bedürftige. In den beiden Bundesländern gibt es laut Mente derzeit 48 Tafeln.

Seit der Einführung der Hartz-IV-Reformen steige die Nachfrage nach den kostenlosen Lebensmitteln, vor allem in Ostdeutschland. Angesichts der sozialen Not seien zahlreiche Ehrenamtliche zur Mitarbeit bereit.
"Das Vorurteil, dass das Schicksal ihres Nächsten den Menschen egal ist, stimmt nicht", sagte Mente. Bundesweit versorgen rund 20.000 Helfer bei
477 Tafeln etwa 500.000 Bedürftige. Die neuen Tafeln in Niedersachsen erhielten ihre Aufnahmeurkunden beim evangelischen Kirchentag in Hannover. (epd Niedersachsen-Bremen/b1927/02.06.05)
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50.000 "rote Karten" gegen Gewalt und dumme Sprüche
Lüneburg (epd). Mit "roten Karten" will der evangelische Kirchenkreis Lüneburg der Gewalt eine Absage erteilen. Eine Projektgruppe hat 50.000 dieser Plastikkarten mit der Aufschrift "Gegen Gewalt, Hass, Ausgrenzung und dumme Sprüche" neu drucken lassen, sagte Initiator Diakon Henry Schwier am Mittwoch. Es sei bereits die dritte Auflage der "roten Karte".

Mehr als 21.000 weitere Karten sind nach seinen Angaben schon seit Herbst 2002 vor allem in Jugendgruppen und Schulen verteilt worden. Die Karte in Größe eines Personalausweises kann zum Preis von 20 Cent bei Schwier erworben werden. "Sie soll das Thema Gewalt spielerisch ins Bewusstsein bringen und zu Gesprächen anregen", sagte der Diakon.

Durch die "rote Karte" werde es möglich, sich einzumischen und bei Prügeleien oder verletzenden Worten Einspruch zu erheben, erläuterte Schwier. Nicht nur Jugendliche hätten sie bisher mit Erfolg eingesetzt:
"Ein Richter hat sie einem Kollegen gezeigt, und Mitarbeiterinnen haben sich gegen ihren cholerischen Chef gewehrt, der dann endlich zum Gespräch bereit war." (Kontakt Diakon Schwier: Telefon 04131/56866) (epd Niedersachsen-Bremen/b1920/01.06.05)


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