Der erste Weg führt ins Himmelszelt

Nachricht 27. Mai 2005

Rund 80 Mitarbeiter im Schichtdienst helfen Kirchentagsbesuchern

Von Karen Miether (epd)
Hannover (epd). Vom Hauptbahnhof in Hannover führt viele Kirchentagsbesucher der erste Weg ins "Himmelszelt". Als "Tor zum Kirchentag", sieht Organisator Christian Weisker das acht mal zwölf Meter große Zelt, das die gastgebende hannoversche Landeskirche am Stadtmittelpunkt Kröpcke aufgeschlagen hat. Für die Besucher, die von drei Seiten gleichzeitig hereinkommen, ist es vor allem eine Informationszentrale. "Wo geht es zum Messegelände?", lautet die Frage, die 80 Mitarbeitende im Schichtdienst mehrere hundert Male am Tag beantworten.

Auch von nicht ganz präzisen Fragen wie "Wann landet der Bischof von England?", lässt sich niemand aus der Ruhe bringen. Besser orientierten Besuchern hilft eine Litfasssäule mit einem Stadtplan und Veranstaltungshinweisen. Die 15-jährige Maike und ihre Freunde planen hier, wie es für sie weitergeht. Mit Hörstücken, einer Broschüre und einem kirchlichen Internetauftritt stellt sich die gastgebende Landeskirche im Zelt vor. Tattoos und Anstecknadeln mit Aufschriften wie "Himmelsstürmer" und "Himmel mich an", sind begehrte Souvenirs.

Für Gestresste hat das Zelt eine Ruhebank. "Viele machen hier mal fünf Minuten Pause", sagt Mitarbeiterin Antje Strüber. Sie serviert den Gästen Wasser, Brot und Traubenzucker, "damit die Energie wieder aufgeladen wird". Auch für Gebete, Musik und Gespräche gibt es im Zelt Zeit und Raum. Indem sie rote Styroporkugeln in Plastikröllchen werfen, zeigen Passanten an, wofür ihr Herz schlägt. Bei den Kirchentagsbesuchern stehen "Liebe und Familie" obenan, gefolgt von "Gott" und "Gesundheit". "Erfolg und Anerkennung" dagegen sind weniger gefragt.(epd Niedersachsen-Bremen/b1715/27.05.05)

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