Auf einen Blick (24.5.)

Nachricht 23. Mai 2005

Kirchenpresse interviewt Prominente auf "Rotem Sofa"
Frankfurt a.M./Hannover (epd). Die evangelische Kirchenpresse will auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover 25 prominente Gäste interviewen. Auf einem "Roten Sofa" sollen unter anderen Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) sowie die Ehefrau des Bundespräsidenten, Eva Köhler, Platz nehmen, erklärte der Evangelische Medienverband in Deutschland am Donnerstag in Frankfurt. Erwartet würden auch CDU-Chefin Angela Merkel, die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth sowie Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU).

Am 28. Mai wollen sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, sowie der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, den Fragen der Kirchenjournalisten stellen, hieß es weiter. Weitere Gäste seien der Pater und Bestseller-Autor Anselm Grün, die DGB-Vizepräsidentin Ursula Engelen-Kefer und die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann.

Der Pavillon der Kirchenpresse öffnet am "Abend der Begegnung" am 25. Mai um 19 Uhr und vom 26. bis 28. Mai von 10.30 bis 18 Uhr. Unter dem Leitwort "Wenn dein Kind dich morgen fragt..." findet vom 25. bis 29. Mai in Hannover der 30. evangelische Kirchentag statt. 100.000 Teilnehmer werden erwartet. Veranstalter der Aktion ist der Evangelische Medienverband in Deutschland mit Geschäftsstelle im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik in Frankfurt am Main. (epd Niedersachsen-Bremen/b1584/19.05.05)
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Auch geistig Behinderte sind beim Kirchentag aktiv
Hannover/Hildesheim (epd). Auch geistig behinderte Menschen sind beim 30. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 25. bis 29. Mai in Hannover vertreten. Sie gestalten einen der fünf Eröffnungsgottesdienste mit, teilten die Diakonischen Werke Himmelsthür in Hildesheim mit. Er beginnt am Mittwoch um 18 Uhr in der Christuskirche. Die Leitung hat der frühere Hildesheimer Landessuperintendent Walter Meyer-Roscher, Vorsitzender des Freundeskreises der Diakonischen Werke Himmelsthür.

Die Diakonischen Werke Himmelsthür sind mit rund 1.700 geistig und mehrfach behinderten Bewohnern an 17 Standorten die größte Behinderten-Einrichtung in Niedersachsen. Bewohner und Mitarbeiter der Häuser in Bad Pyrmont und Lüdersen am Deister haben den Eröffnungsgottesdienst mit vorbereitet. Auch bei einer Bibelarbeit sind behinderte Menschen aktiv: Am Freitag führen Schüler der Hildesheimer Luise-Scheppler-Schule um 9.30 Uhr in Pavillon 37 auf dem Messegelände in Hannover gemeinsam mit ihren Lehrern ein Musical auf. Die Leitung hat Diakonin Ulrike Kahle.

Auf dem "Markt der Möglichkeiten" präsentieren sich die Diakonischen Werke Himmelsthür in Halle 6 mit dem "Café Himmelsthür". Täglich sind hier die "Wilderers" zu erleben, eine Künstlergruppe aus geistig behinderten Bewohnern. Sie bringen mit Pinsel und Farbe ihre Eindrücke vom Kirchentag zu Papier. Am 26. Mai führt die Behinderten-Theatergruppe aus Lüdersen ihr Stück "Franz von Assisi" auf. Andere geistig Behinderte verzieren an dem Stand Jute-Taschen, malen nach Musik oder kleben Bausätze für den "Himmelsthürer Adventskalender" zusammen. (epd Niedersachsen-Bremen/b1611/23.05.05)
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Abschluss des Kirchentages live in Radio und Fernsehen
Hannover/Berlin (epd). Der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle übertragen am 29. Mai von 10.05 bis 11.30 Uhr den Schlussgottesdienst des 30. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Hannover im Radio. Die Predigt hält der niederländische Theologe, Liederdichter und Schriftsteller Huub Oosterhuis, teilten die Sender am Donnerstag in Berlin mit. Die ARD strahlt den festlichen Abendmahlsgottesdienst auf dem hannoverschen Schützenplatz nach Angaben des Kirchentags live im Fernsehen aus.

Bei dem Gottesdienst wirken weiterhin Kirchentagspräsident Professor Eckhard Nagel und die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann mit. Musikalisch gestaltet wird er unter anderem von 4.000 Bläsern und einer Sambagruppe aus Thüringen. Ein Trio und ein Jugendchor bauten Brücken zwischen Kirchentagsliedern und Jazz, heißt es in der Mitteilung der Radiosender. (epd Niedersachsen-Bremen/b1579/19.05.05)
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Zum Kirchentag: Tausende Fragen schweben über Hannover
Hannover (epd). Ein "Monument der Fragen" erhebt sich zum Kirchentag in der Innenstadt Hannovers. Kletterer der Bethlehems-Kirchengemeinde befestigten am Sonntag mehr als 5.000 auf Stoffstreifen geschriebene Fragen von Kindern und Erwachsenen an der 20 Meter hohen Holzkonstruktion. Das Motto des 30. Deutschen Evangelischen Kirchentages vom 25. bis 29. Mai heißt "Wenn dein Kind dich morgen fragt..."

Hannovers Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg sagte beim "Fest der Fragen": "Nur gemeinsam können wir unsere Fragen an Gott und die Welt lösen." Auf manche Fragen gebe es auch keine Antwort. Doch gerade die Fragen der Kinder erinnerten an die Verantwortung der Erwachsenen für eine Welt, in der auch die Kinder und Kindeskinder leben könnten. Das Projekt des Instituts für Kultur und Stadtentwicklung "festwerk" wurde von mehreren Stiftungen, dem Kirchentag und der Stadt Hannover unterstützt.

Zum Auftakt des Festes waren in einem Gottesdienst in der Marktkirche weitere Fragen hinzugekommen wie "Warum leben Menschen in Häusern?" oder "Lebt Gott auf einer Wolke?" Auf die Kinderfrage "Wer hat die Bibel geschrieben?" gab Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann gleich die Antwort: "Ganz viele Menschen." Von der Kirche wurden die Fragebänder an Sisalseilen durch die Stadt zum Georgsplatz getragen und am "Monument der Fragen" angebracht. Es soll dort bis zum Herbst stehen bleiben. (epd Niedersachsen-Bremen/b1602/22.05.05)
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Finanzierung des Kirchentages in Hannover
Frankfurt a.M./Hannover (epd). Der 30. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hannover kostet rund 13,5 Millionen Euro. Nahezu ein Drittel davon zahlen nach Angaben von Organisationsleiter Tilman Henke die Teilnehmer. Auch die etwa 50.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen neben ihrem Engagement einen finanziellen Beitrag ein. Hauptzuschussgeber sind das Land, die Stadt Hannover und die gastgebende Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers.

Das Land Niedersachsen trägt zur Finanzierung des Großereignisses in seiner Hauptstadt 3,1 Millionen Euro bei. Die Stadt Hannover selbst steuert 2,3 Millionen bei. Rund 2,8 Millionen Euro kostet der Kirchentag die Landeskirche. Das Bundesinnenministerium beteiligt sich mit 400.000 Euro. Sachleistungen, Sponsorengelder und Spenden summieren sich auf etwa 600.000 Euro. Der Rest von etwa 4,3 Millionen Euro wird durch die Eintrittsgelder und den Verkauf von Kirchentagsartikeln gedeckt. Zum Kirchentag vom 25. bis 29. Mai werden etwa 100.000 Dauerteilnehmer erwartet. (epd Niedersachsen-Bremen/b1585/20.05.05)

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