Auf einen Blick (19.5.)

Nachricht 19. Mai 2005

Christliche Kirchen laden zu ökumenischem Gottesdienst in die Marktkirche Hannover ein
Anlässlich des Tages der Organspende 2005 laden die christlichen Kirchen alle Transplantierten, deren Familien, die Angehörigen von Spendern und alle am Thema Interessierten zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Marktkirche Hannover ein.

Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann und Weihbischof Hans-Georg Koitz halten den Gottesdienst am Mittwoch, dem 1. Juni um 16.00 Uhr.

Sozialministerin Dr. Ursula von der Leyen und Professor Gundolf Gubernatis von der Deutschen Stiftung Organtransplantation werden im Anschluss vor den anwesenden Vertretern der Selbsthilfegruppen, Betroffenenverbände, der niedersächsischen Transplantationszentren sowie der Kliniken und Krankenkassen sprechen.

Der von Ministerin Dr. Ursula von der Leyen angeregte Gottesdienst soll auf den offiziellen Tag der Organspende in Niedersachsen am 4. Juni aufmerksam machen.
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Landeskirche eröffnet am Sonnabend ihr "Himmelszelt"
Hannover (epd). Die hannoversche Landeskirche schlägt am Sonnabend in der Innenstadt von Hannover ihr "Himmelszelt" zum Kirchentag auf. Es soll eine Börse für Informationen und Diskussionen über die evangelische Kirche und zugleich ein Anlaufpunkt für frisch Angereiste sein, wie die Landeskirche mitteilte. Zur Eröffnung des acht mal zwölf Meter große Zeltes um 14 Uhr am Stadtmittelpunkt Kröpcke ist der niedersächsische Landtagspräsident Jürgen Gansäuer (CDU) zu Gast.

Danach startet ein Bühnenprogramm mit Clowns, Pfadfinder-Aktionen und Gitarrenmusik. Das Zelt soll bereits einige Tage vor der Eröffnung des Kirchentages am 25. Mai auf das Protestantentreffen einstimmen. Es steht bis zum 29. Mai. Zu "After-Work-Talks" täglich um 17 Uhr haben unter anderem der niedersächsische FDP-Fraktionsvorsitzende Philipp Rösler und der Kriminologe Professor Christian Pfeiffer zugesagt.

Das "Himmelszelt" sei die "Visitenkarte" der Landeskirche auf dem Kirchentag, hieß es. Geplant ist ein kulturelles Programm mit Sängern, Bläsern und Tänzern. Mitarbeiter geben Auskunft über den nächsten evangelischen Kindergarten, den Weg zu Kirchentagsveranstaltungen auf dem Messegelände oder über Möglichkeiten zum Kircheneintritt.
Interessierte könnten dort auch einfach nur Pause machen, entspannen, nachdenken, Gebete formulieren und über Gott und die Welt reden.

Insgesamt wirken 82 ehrenamtliche Helfer mit. "Das Zelt soll ein Symbol für Gottes Segen über unserem Leben sein", sagte Bischöfin Margot Käßmann. Die Kirche versuche, "ein Stück Himmel auf die Erde zu holen". Jeweils mittags um zwölf Uhr und abends um 18 Uhr soll es Gebete geben. (epd Niedersachsen-Bremen/b1577/19.05.05)
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Zum 15. Mal kommen Tschernobyl-Kinder nach Niedersachsen
Hannover (epd). Die 15. Ferienaktion der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für Kinder aus Weißrussland hat begonnen.
Landesbischöfin Margot Käßmann und der der weißrussische Botschafter Wladimir Skworzow begrüßten am Donnerstag die ersten 128 Kinder und fünf Mütter mit Kleinkindern auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen. Das weißrussische Gebiet Gomel ist von den Folgen der Reaktor-Katastrophe im benachbarten ukrainischen Tschernobyl besonders betroffen.

Insgesamt kommen von Mai bis September rund 1.000 Kinder aus Weißrussland zur Erholung nach Niedersachsen. Die Jungen und Mädchen sollen sich in gesunder Umwelt und bei guter Ernährung von den anhaltenden gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe in Weißrussland erholen. An der Aktion beteiligen sich nach Angaben der Landeskirche 26 Kirchenkreise.

Auch 19 Jahre nach dem Reaktor-Unfall seien die Folgen der radioaktiven Verstrahlung noch nicht überwunden, berichtet die Landeskirche. In den vergangenen Jahren seien vermehrt Organkrebs- und Knochenkrebs-Erkrankungen aufgetreten. Die Zahl der Missbildungen bei Neugeborenen sei gewachsen.

Das Flugzeug, das die erste Gruppe mit Kindern nach Hannover brachte, sollte auf dem Rückflug drei Tonnen Medikamente und medizinische Hilfsgüter mitnehmen. Die aus Spenden finanzierte Ladung im Wert von etwa 65.000 Euro ist für die Kinderabteilungen der Krankenhäuser in Gomel bestimmt. (epd Niedersachsen-Bremen/b1565/19.05.05)
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Frauen des Alten Testaments im Landeskirchenamt Hannover
Hannover (epd). "Frauen des Alten Testaments" werden vom 24. Mai bis zum 5. Juli das Foyer des evangelischen Landeskirchenamts in Hannover bevölkern. Die Malerin und Bildhauerin Jutta Poppinga stellt dort Tonbüsten und Zeichnungen aus. Wie Kunstreferent Hasso von Poser am Donnerstag ankündigte, wird es am 30. Mai um 12.15 Uhr eine Einführung in die Ausstellung geben.

Die Kunstwerke stellen bekannte biblische Frauen vor wie die Urmutter Eva oder Hagar, die Stammmutter der Araber. Sie machen aber auch auf weniger bekannte Frauengestalten aufmerksam. Die Künstlerin Jutta Poppinga lebt in Stuhr bei Bremen. (epd Niedersachsen-Bremen/b1567/19.05.05)
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Kapelle am Flughafen Hannover ökumenisch eröffnet
Hannover (epd). Eine christliche Kapelle im Flughafen Hannover ist am Donnerstag mit einer ökumenischen Andacht eingeweiht worden. Die evangelische Landesbischöfin Margot Käßmann sagte, ein solcher Raum für Stille, Meditation und Gebet sei wichtig, "damit das Leben in einer Balance bleibt". Hier könnten Menschen Segen füreinander und für sich selbst erbitten. Der katholische Propst Klaus Funke und der serbisch-orthodoxe Erzpriester Milan Pejic wirkten bei der Einweihung mit.

Der 27 Quadratmeter große Andachtsraum liegt in der Ankunftsebene zwischen den Terminals A und B. Er steht Reisenden und Mitarbeitenden des Flughafens zur Verfügung. Käßmann sagte, in den kommenden Monaten werde man sehen, welches Angebot an Andachten und Tageszeitengebeten angenommen werde. Die Kapelle entstand auf Initiative der evangelischen Kirche. Die hannoversche Landeskirche, das Bistum Hildesheim und der Ecclesia Versicherungsdienst (Detmold) teilen sich die laufenden Kosten.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1563/19.05.05)


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