Kirchentags-Präsident hofft auf neuen Schub für Ökumene

Nachricht 27. April 2005

Hannover (epd). Einen Schub für die Ökumene erhofft sich der Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Eckhard Nagel, von dem 2010 in München geplanten zweiten Ökumenischen Kirchentag. "Ich persönlich freue mich sehr", sagte der Medizinprofessor und Transplantations-Chirurg am Mittwoch dem epd in Hannover zu dem jetzt gefundenen Termin. Jetzt gebe es eine Perspektive, auf die hin man planen könne. Er gehe davon aus, dass das Kirchentags-Präsidium und die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am Freitag dem Vorschlag endgültig zustimmen werden.

Der Weg zum zweiten Ökumenischen Kirchentag könne eine breite ökumenische Bewegung auslösen, fügte Nagel hinzu. Da bis 2010 in jedem Jahr entweder ein Katholikentag oder ein evangelischer Kirchentag stattfinde, könne das nächste ökumenische Großereignis von den Christen beider Konfessionen auch gut gemeinsam organisatorisch vorbereitet werden. Der erste bundesweite Ökumenische Kirchentag fand 2003 in Berlin statt. Daran nahmen mehr als 200.000 Menschen teil.

Die Schwierigkeiten bei der Terminfindung führte Nagel auf die besonderen Belastungen zurück, die der zweite Ökumenische Kirchentag besonders auch für die ehrenamtlichen Kräfte mit sich bringt. Für beide Organisationen sei es nicht einfach, wenn ein solches Großereignis zusätzlich zu den eigenen konfessionellen Treffen stattfinde. Der jetzt gefundene Termin komme aber den Interessen von ZdK und Kirchentag optimal entgegen.

Er hoffe auch auf eine gute Kooperation mit den Ortskirchen in der Region München, so Nagel weiter. Es habe bereits Vorgespräche gegeben, und es sei bereits die Bereitschaft zur Mitwirkung signalisiert worden.
ZdK und Kirchentag gehen davon aus, das eine gemeinsame Einladung der Ortskirchen erfolgt und die finanziellen Rahmenbedingungen für den zweiten Ökumenischen Kirchentag nach Berlin geschaffen werden können.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1297/27.04.05)
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