EKD-Ratsvorsitzender bei Gedenkveranstaltungen in Sachsenhausen und Ravensbrück

Nachricht 15. April 2005

"Wer heute die Gedenkstätte Sachsenhausen betritt, vermag etwas von den menschlichen Abgründen des Bösen zu ahnen", so schreibt der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, in einer Broschüre der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten zum 60. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück. Anlässlich dessen finden am kommenden Sonntag, den 17. April 2005, in den Gedenkstätten Sachenhausen und Ravensbrück zentrale Gedenkveranstaltungen statt. Bischof Huber wird die Predigt im ökumenischen Gottesdienst in Sachsenhausen halten, der um 17 Uhr beginnt.

"Die Evangelische Kirche in Deutschland gedenkt im 60. Jahr der Befreiung der in Sachsenhausen und Ravensbrück ermordeten evangelischen Christen und Christinnen", schreibt Huber in seinem Grußwort weiter. Erinnern, Vergeben und das Gebet um Erlösung weisen den Weg der Hoffnung, so der Ratsvorsitzende. "Denn ebenso wie die Erlösung kann auch Vergebung nicht durch uns Menschen selbst geschehen, sondern muss uns zugesprochen werden. Durch unser Erinnern aber können wir dazu beitragen, dass die Spuren der Hoffnung nicht verwischt werden und nicht in Vergessenheit geraten."

An der Veranstaltung in Sachsenhausen nehmen unter anderem auch Außenminister Joschka Fischer, der Ministerpräsident von Brandenburg, Matthias Platzeck, und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, teil. Zuvor nimmt der EKD-Ratsvorsitzende an der Gedenkveranstaltung zur Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Ravensbrück teil.

Die Broschüre mit dem Titel "60. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück und im Zuchthaus Brandenburg" kann für 5 Euro bei der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten bezogen werden: presse@stiftung-bg.de.


Hannover, 14. April 2005

Pressestelle der EKD
Silke Fauzi


Hinweis:
Unter www.gedenkstaette-sachsenhausen.de bzw. www.ravensbrueck.de finden Sie die Programme der Gedenkveranstaltungen.