Landesbischöfin erhofft von neuem Papst Reformen für Frauen

Nachricht 05. April 2005

Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann erhofft von einem neuen Papst Reformen zur Frauenfrage und Fortschritte in der Ökumene. Es sei schade, dass die katholische Kirche wie auch Kirche weltweit nicht für Frauenfreundlichkeit stehe, sagte Käßmann (46) am Dienstag in Hannover dem epd. Als Beispiel nannte sie, dass Frauen im Katholizismus nicht zu Priesterinnen ordiniert werden und dass ihnen die Empfängnisverhütung verboten wird. Solche Einschränkungen der Frauenrechte würden der evangelischen Kirche häufig mit angelastet.

Der Papstnachfolger werde es angesichts der Beliebtheit von Johannes Paul II. schwer haben, sagte Käßmann weiter. Es werde viel Kraft brauchen, Erneuerungen zu bewirken. Für die Ökumene erhoffe sie sich, dass es zur gegenseitigen Anerkennung der Kirchen komme, damit Protestanten und Katholiken doch noch gemeinsam Abendmahl feiern könnten.

Käßmann steht an der Spitze der mit 3,1 Millionen Protestanten größten evangelischen Landeskirche. Die Ökumeneexpertin gehört auch dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an. (epd
Niedersachsen-Bremen/b1005/05.04.05)
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