Seemannsclubs an der Küste melden Besucherrekorde

Nachricht 30. März 2005

Bremerhaven/Stade (epd). Mit dem Boom in der Seeschifffahrt steigen auch die Gästezahlen in den kirchlichen Seemannsclubs an der Nordseeküste. In den Stationen der Deutschen Seemannsmission Hannover seien im vergangenen Jahr rund 20.000 Seeleute gezählt worden, sagte Seemannsdiakon Ernst-Otto Oberstech am Mittwoch dem epd. Das seien rund 20 Prozent mehr Gäste als im Jahr zuvor. Zur hannoverschen Seemannsmission gehören Clubs in Bremerhaven und Stade sowie Heime in Cuxhaven, Bremerhaven und Emden.

Den Spitzenplatz nimmt der Seemannsclub "Welcome" an der Bremerhavener Nordschleuse unweit des Containerhafens ein. Er wurde laut Oberstech im vergangenen Jahr von 16.000 Seeleuten besucht. Im Seemannsclub "Oase" in Stade-Bützfleth waren es 4.000 Gäste. "Die Häuser in Bremerhaven und Emden liegen direkt im Hafengebiet und sind von den Seeleuten schnell zu erreichen", erläuterte Oberstech.

Die meisten Gäste stammen von den Philippinen und aus Osteuropa.
Deutsche kommen dagegen selten. "Unsere Statistik spiegelt die weltweite Zusammensetzung der Nationalitäten an Bord wider", sagte die Bremerhavener Seemannsdiakonin Antje Zeller. Deutsche Seeleute seien an Bord meist nur noch in Führungspositionen zu finden.

Die Clubs und die Seemannsheime mit Übernachtungsmöglichkeiten
(www.seemannsmission.org) sind Treffpunkte für Seeleute aus aller Welt.
Sie bieten neben umfangreichen Hilfs- und Serviceangeboten Seelsorge und Freizeitaktivitäten. Über Telefon und Internet können die Gäste Kontakt mit ihren Familien in der Heimat aufnehmen. (epd
Niedersachsen-Bremen/b0951/30.03.05)
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