Cuxhavener bitten um Bleiberecht für Kosovo-Familie

Nachricht 29. März 2005

Cuxhaven (epd). Mit einer neuen Petition an den Niedersächsischen Landtag will ein Unterstützerkreis aus Cuxhaven die Abschiebung einer Familie aus dem Kosovo verhindern. Die Eltern lebten mit ihren zwei Kindern seit elf Jahren in Cuxhaven und seien gut integriert, sagte der evangelische Pastor Hans-Christian Engler am Dienstag dem epd. Die Unterstützer hoffen, dass die Flüchtlinge nach dem seit Januar gültigen neuen Zuwanderungsgesetz nun als Härtefälle anerkannt werden und ihnen ein dauerhaftes Bleiberecht zugebilligt wird.

Die Duldung der Familie läuft Mitte April aus. Eine erste Petition hatte der Landtag im Dezember abgewiesen. Die Asylverfahren in den Jahren zuvor waren erfolglos geblieben. Die Familie lebe seit April 2001 ohne staatliche Unterstützung, betonte Engler. Die Eltern engagierten sich ehrenamtlich bei Vereinen und in der Kirche. Zudem sei die Mutter durch ihre Erlebnisse im Kosovo schwer traumatisiert.

Engler betonte, dem fünfjährigen Sohn und der elfjährigen Tochter sei das Kosovo "so fremd wie Cuxhavener Bürgern". Mitglieder der evangelischen Gnadengemeinde in der Stadt haben einen Videofilm produziert, um das Schicksal der Flüchtlinge albanischer Abstammung zu dokumentieren. Der Film werde allen CDU-Landtagsabgeordneten zugesandt, damit sie sich ein Bild von der Familie machen könnten, kündigte Engler an. Nach seinen Worten soll der Fall am 7. April noch einmal im Landtag verhandelt werden. (epd Niedersachsen-Bremen/b0943/29.03.05)