Auf einen Blick (24.3.)

Nachricht 24. März 2005

St. Johannis-Kirche Göttingen nach dem Brand
Kosten zur Wiederherstellung sind ermittelt

Die Kosten für die Wiederherstellung der in der Nacht des 23. Januar 2005 durch ein Feuer stark beschädigte St. Johannis-Kirche in Göttingen stehen fest.
Nach einer Besprechung am Mittwoch, an der die landeskirchliche Baudirektorin Eva-Maria Eilhardt-Braune, Vertreter der Versicherung, sowie Mitglieder der Bauleitung und des Kirchenvorstandes teilgenommen haben, gab Pastor Rudolf Grote die ermittelte Summe von 3,2 Mio. Euro bekannt.

Der Betrag basiert auf einer Aufstellung der bisher bekannten Kosten, umfasst die vollständige Wiederherstellung der Türme sowie die Beseitigung der durch Löschwasser entstandenen Schäden im Innenraum der Kirche und ist von der Versicherung gedeckt.

Nach dem derzeitigen Stand der Planungen soll die Kirche Mitte November 2005 vollständig wieder hergestellt sein.

Dennoch ist die Kirchengemeinde nach wie vor auf Spenden angewiesen: Der westliche Teil des Kirchenschiffs ist durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen worden und wird im Zuge der Beseitigung dieser Schäden saniert. Damit ist die Gemeinde gezwungen, möglichst umgehend den gesamten Innenraum der Kirche zu renovieren - eine Maßnahme, die sie mittelfristig geplant hatte, für die ihr derzeit das Geld fehlt, weil sie den Eigenbeitrag für die vor dem Brand fast fertig gestellte Sanierung der Türme noch nicht ganz aufgebracht hat.

Hannover, Pressestelle der Landeskirche
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„Was glaubst du?“:
Medienwettbewerb zum Kirchentag beendet

Unter den rund 200 Beiträgen des Wettbewerbs, der anlässlich des Kirchentages in Hannover vom Religionspädagogischen Institut Loccum für Schulen und Gemeinden im vergangenen Jahr ausgeschrieben wurde, sind jetzt von einer dreiköpfigen Jury des Instituts unter der fachlichen Beratung des Graphikers Rüdiger Pfeffer und des Medienwissenschaftlers Heinz Grasmück dreizehn Beiträge und ein Sonderpreis ausgewählt worden.

Die ersten Preise in der Kategorie Plakat gingen an die Klasse 8b der Integrierten Gesamtschule List in Hannover und an eine 11. Jahrgangsgruppe der Berufsbildenden Schulen in Buchholz.
In der Kategorie Film/Computeranimation wurden die ersten Plätze von der Klasse 9 der Ludwig-Windthorst-Schule in Hannover und von der 13. Jahrgangsstufe des Fachgymnasiums der Berufsbildenden Schulen in Friesoythe belegt.
Einen Sonderpreis erhielt eine Präsentation der Hauptschule Neustädter Tor in Osterode.
Weitere Preisträger kommen aus Bissendorf, Osnabrück, Buxtehude, Emden, Hildesheim,
Hoya, Wolfsburg und Göttingen.

Deutlich wird in den Beiträgen ein vielfältiges Engagement von Jugendlichen, die sich phantasiereich mit der Fragestellung des Wettbewerbs auseinandergesetzt haben. Neben der Ausarbeitung eigener Interviewfragen stand die Begegnung mit unterschiedlichen Menschenim Mittelpunkt der Arbeiten. In kurzen Film- und Computer-Präsentationen sowie in einer Vielzahl von Plakaten wurden die Ergebnisse ausgewertet und kreativ gestaltet. Die Beiträge geben einen vielfältigen Einblick in kirchliche und religiöse Vorstellungswelten von Menschen. Die unterschiedlichen Alters- und Berufsgruppen spiegeln gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen und Glaubenshaltungen wider. In ernsthafter, manchmal witziger und spontaner Weise wird der Betrachter angeregt, selbst über Glauben, Tradition und Zukunft nachzudenken. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden spätestens ab Mitte Mai über die Homepage des Religionspädagogischen Instituts Loccum (www.rpi-loccum.de) einsehbar sein. Außerdem werden die Beiträge auf dem Kirchentag in der Werkstatt "Kirche und Schule" (Pavillon 32, Messegelände) präsentiert. Eine DVD ist in Vorbereitung.

Nachfragen können gerichtet werden an:
Steffen Marklein ,
Religionspädagogisches Institut Loccum
Tel.: 05766/81-146 oder -152, E-Mail: Steffen.Marklein@evlka.de.

Hannover, Pressestelle der Landeskirche
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"Trauerhaus" in Peine bietet Anlaufpunkt für Trauernde
Peine (epd). Mit einem "Trauerhaus" will die evangelische St.- Jakobi-Gemeinde in Peine der zunehmenden Vereinsamung trauernder Menschen entgegenwirken. "Tod und Trauer rücken in der Gesellschaft immer mehr an den Rand", sagte Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer am Mittwoch dem epd: "Wenn wir den Tod nicht ausgrenzen, sondern ins Leben mit hineinnehmen, können wir uns auch in Lebensfragen gegenseitig beistehen."

Für das neue Projekt wurden Räume in der Friedensgemeinde angemietet, die direkt neben dem Friedhof liegen. Hier kümmert sich die ehrenamtliche Pastorin Beate Lenz mit einer halben Stelle als pädagogische Mitarbeiterin um Menschen, die einen Angehörigen verloren haben. "Sie sollen wissen: Dort gibt es Menschen, die den Weg der Trauer mit uns gehen", sagte sie. Lenz steht für Einzelgespräche zur Verfügung, will Gesprächskreise für Trauernde aufbauen und Ehrenamtliche zur Mitarbeit motivieren.

Sie denkt auch an ein Café, in dem sich trauernde Menschen treffen und Erfahrungen austauschen können. Geplant sind zudem kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Konzerte oder ein "Tag des Friedhofs".
"Nicht verarbeitete Trauer kann krank machen", sagte Lenz. In Gemeinschaft gelinge es leichter, den Verlust eines nahe stehenden Menschen zu bewältigen. Das "Trauerhaus" wolle auch dazu beitragen, die christliche Sterbe- und Bestattungskultur stärker in den Blickpunkt zu rücken.

Das Projekt kostet rund 19.000 Euro pro Jahr und wird zum größten Teil mit Mitteln aus dem Innovationsfonds der hannoverschen Landeskirche finanziert. Die Förderung ist auf fünf Jahre befristet und vermindert sich in dieser Zeit jährlich von fünf Sechsteln auf ein Sechstel. Für die verbleibenden Kosten kommen die St.-Jakobi-Gemeinde und der Kirchenkreis auf. Nach Ablauf der Förderzeit müsse das Projekt möglicherweise ehrenamtlich weitergeführt werden, sagte Lenz. (epd
Niedersachsen-Bremen/b0910/23.03.05)
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