Auf einen Blick (22.3.)

Nachricht 22. März 2005

Tacheles: 60 Jahre nach dem Krieg - Das Ende der Schuld?
Tacheles am 5. April 2005, 19.00 Uhr, Marktkirche Hannover. Mit Klaus von Dohnanyi, Sohn des Widerstandskämpfers Hans von Dohnanyi, Stephan Fritz, Pfarrer der Dresdner Frauenkirche, Niklas Frank, Sohn von Hitlers Generalgouverneur in Polen, dem Historiker Hubertus Knabe, der international bekannten Mode-Designerin Eva Gronbach und anderen.

TV-Hinweis: Phoenix überträgt die Debatte am Mittwoch, 6. April, 17.00 Uhr, Samstag, 9. April, 23.15 Uhr.
NDR Info strahlt eine Zusammenfassung der Debatte am Mittwoch, 6. April, um 19.35 Uhr aus.

Hintergrundinformationen zur Sendung sind im Internet zu lesen unter www.tacheles.net, dort wird auch bereits im Vorfeld der Sendung diskutiert und die Debatte im Anschluss dokumentiert.
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Ministerpräsident würdigt Loccumer Vertrag mit Kirchen
Hannover/Loccum (epd). Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat den vor 50 Jahren geschlossenen "Loccumer Vertrag" zwischen dem Land Niedersachsen und den evangelischen Landeskirchen gewürdigt. Als erstes Bundesland im Nachkriegsdeutschland habe Niedersachsen sein Verhältnis zu den Kirchen bestimmt, erklärte Wulff am Freitag in Hannover: "Wir können stolz sein, dass dieser Vertrag zum Vorbild für eine Reihe von Staatskirchenverträgen in weiteren Bundesländern geworden ist."

Der Vertrag wurde am 19. März 1955 im Kloster Loccum bei Nienburg unterzeichnet. Das Jubiläum soll am 16. Juni 2005 am selben Ort gefeiert werden. "Dieser Vertrag markiert ein halbes Jahrhundert eines vertrauensvollen Miteinanders und eines gegenseitigen Verständnisses zwischen Staat und Kirchen in unserem Bundesland", sagte Wulff.

In dem Vertrag betonen Land und Kirchen ihren Willen zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Trennung von Staat und Kirche. Zentrale Inhalte sind die Glaubensfreiheit und das Recht, Kirchensteuern zu erheben. Darüber hinaus regelt der Vertrag eine Reihe von Einzelfragen, etwa bei der Pflege kirchlicher Kulturdenkmäler oder der Besetzung theologischer Lehrstühle an der Universität.

Für die Kirchen hatte der Oldenburger Bischof Peter Krug als Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen den Loccumer Vertrag gewürdigt. Dort sei vereinbart, wie Staat und Kirche in geregelten Beziehungen dem Gemeinwohl dienen könnten, sagte er bei der Synode der Konföderation am vergangenen Wochenende in Hannover. Zur Konföderation gehören die evangelisch-lutherischen Landeskirchen Hannover, Oldenburg, Braunschweig und Schaumburg-Lippe sowie die Evangelisch-reformierte Kirche mit zusammen mehr als vier Millionen Mitgliedern. (epd
Niedersachsen-Bremen/b0877/18.03.05)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Kirchentag statt Ibiza - Der Jugendflyer ist da!

Wer findet sich schon in einem 608 seitigen Programmheft mit 2.500 Veranstaltungen zurecht? Aber nun gibt es einen Pfad durch den Dschungel: Ab sofort ist der Jugendflyer erhältlich.
Jugendliche haben für Jugendliche 100 Events aus dem Programmheft des Kirchentags ausgewählt: Großkonzerte, Theater, Musik und Diskussionsveranstaltungen – ein bunter Pfad durch den Programmdschungel des Kirchentags.
Zudem enthält der Jugendflyer Infos zu den Veranstaltungsorten, Eintrittspreise und vieles mehr. Zum Beispiel gibt es dort die Checkliste für Kirchentagsneulinge: Was brauche ich auf dem Kirchentag unbedingt? Wo bekomme ich preisgünstig etwas zu essen? Wo kann ich nach einem langen Tag ein wenig entspannen?

Der Jugendflyer wird derzeit über die Evangelische Jugend verteilt. Er kann aber auch in der Geschäftsstelle des Kirchentags bestellt werden (0511-87654-100).
Internet:
http://www.arbeitsstelle-kirchentag.de
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Kirche eröffnet meditativen "Auferstehungsweg"
Ebstorf/Kr. Uelzen (epd). Erstmals eröffnet die evangelische Kirche in der Lüneburger Heide einen "Auferstehungsweg" mit 13 meditativen Bildern des Künstlers Werner Steinbrecher. Am Ostermontag, dem 28. März, wird der vier Kilometer lange Wanderweg zwischen der Feldsteinkirche in Hanstedt I und dem Kloster in Ebstorf bei Uelzen offiziell eingeweiht, teilte Diakon Hermann Brünjes von den Missionarischen Diensten der Kirche am Montag mit.

An 13 von Steinbrecher gestalteten Stationen sind Bilder rund um die biblischen Ostergeschichten zu sehen. Sie seien in der Tradition vom Kreuzwegen gestaltet und sollten zur Besinnung einladen, erläuterte Brünjes. "Erzählungen vom auferstandenen Jesus, von Leben, Zukunft und dem Sieg über Dunkelheit und den Tod inspirieren jene, die sich mit ihnen auseinandersetzen", heißt es in einem Prospekt zum Auferstehungsweg.

Die Wanderung führt über Feld- und Waldwege und Straßen. An den 13 Wegstationen finden die Wanderer neben den Bildern Meditationstexte.
Zum Auferstehungsweg gibt es zudem ein Meditationsbuch sowie Arbeitshilfen. Mit Reproduktionen der Bilder kann der Weg auch an anderen Orten nachgebaut werden. Informationen gibt es im Internet (www.auferstehungsweg.de).

Der Auferstehungsweg wird am 28. März um 9 Uhr mit einer Andacht in der Hanstedter Kirche eröffnet und anschließend erwandert. Ab 11 Uhr wird in der Klosterkirche in Ebstorf ein Festgottesdienst gefeiert.
Der Weg bleibt aufgebaut und kann laut Brünjes "jederzeit in eigener Regie begangen werden". Er wurde in Kooperation mit dem evangelischen Damenstift Kloster Ebstorf und "Kirche im Tourismus" angelegt. (epd
Niedersachsen-Bremen/b0878/21.03.05)