Kirchbach: Kirchentag soll Feier der Begegnung werden

Nachricht 17. März 2005

Hannover (epd). Der Deutsche Evangelische Kirchentag erwartet rund 100.000 Teilnehmer zu seinem 30. Protestantentreffen vom 25. bis 29. Mai in Hannover. "Der Kirchentag soll zu einem Fest des Glaubens und einer Feier der Begegnung werden", sagte Generalsekretärin Friederike von Kirchbach (Fulda) am Mittwoch bei der Vorstellung des Kirchentagsprogramms in Hannover. Das rund 600 Seiten umfassende Programmheft, das vom 8. April an für 5 Euro erhältlich ist, verzeichnet rund 3.000 Veranstaltungen.

Kirchentagspräsident Professor Eckhard Nagel (Augsburg) sagte, der Kirchentag solle wieder zu einem offenen, freimütigen und auch streitbaren Forum des Dialogs werden. Unter dem Leitwort "Wenn dein Kind dich morgen fragt..." sehe er die besondere Aufgabe darin, gemeinsam nach Werten für den Wandel und das Leben in der einen Welt zu suchen.
Neben Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel seien auch die Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai aus Kenia und der Sänger Herbert Grönemeyer zu Podiumsdiskussionen eingeladen.

"Der Kirchentag fragt danach, was heute zu tun ist, um den Kindern von morgen Spielräume nach Wahrheit, Werten und Visionen zu eröffnen", sagte Nagel. Dazu trügen die drei Themenschwerpunkte "Globalisierung und Heimat", "Demografischer Wandel und soziale Gerechtigkeit" und "Gesundheit, Glück, Geschlechter und Kunst, Bildung, Wissenschaft" bei.

Nach dem Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin werden in Hannover Fortschritte und Veränderungen im Miteinander von Protestanten und Katholiken zu spüren sein, sagte von Kirchbach. Insgesamt seien 15 katholische Gottesdienste geplant. Gemeinsame Eucharistiefeiern mit den Protestanten werde es nicht geben. Bei den evangelischen Feiern seien traditionell alle Christen zum Abendmahl eingeladen. In einem der vier großen Eröffnungsgottesdienste werde der SPD-Bundestagspräsident und katholische Laie Wolfgang Thierse in der Marktkirche predigen.

Die Themen Spiritualität, Mission und Zukunft der Kirche gehörten ebenso zu den Schwerpunkten wie das Gespräch mit Vertretern anderer Religionen. Auch die Musik spiele mit einem großen Open-Air-Bereich in der Innenstadt eine wichtige Rolle. "In Hannover wird an allen Ecken Kirchentag sein", kündigte von Kirchbach an. Das Angebot reiche vom Dresdner Kreuzchor über Milva bis zu "Fury in the Slaughterhouse".

"Der Kirchentag ist notwendig, weil er Menschen begeistern kann", sagte von Kirchbach. Er gebe Ideen und Kraft zum Aufbruch und Lust auf den Weg in die Zukunft. Das Programm kann im Internet unter www.kirchentag.de/programmheft angesehen werden. Nähere Informationen, auch zu den Vorverkaufsstellen, sind unter Telefon 0511/876 54 100 erhältlich. (epd Niedersachsen-Bremen/b0846/16.03.05)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen