Kirchliche Arbeitnehmer protestieren gegen Kürzungen

Nachricht 12. März 2005

Hannover (epd). Mehr als 200 kirchliche Mitarbeiter haben am Sonnabend in Hannover gegen Kürzungen bei ihrem Weihnachts- und Urlaubsgeld protestiert. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte zu der Demonstration aufgerufen und forderte den Abschluss von Tarifverträgen. Der kirchliche Sonderweg mit seinen Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommissionen habe seine Schwächen gezeigt. Die Gewerkschaft beklagte massive Verschlechterungen für die mehr als 30.000 Beschäftigten der Kirchen von Hannover, Braunschweig und Oldenburg.

Vor der Tagungsstätte der Synode der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen im Annastift in Hannover-Kleefeld kritisierten die Demonstranten, es gebe keine Gegenleistung für die Lohnreduzierungen wie etwa eine Beschäftigungssicherung. Die Finanzkrise der Kirchen sei nicht so dramatisch, wie sie selbst es darstellten, rechnete ver.di vor. Dennoch seien nun beispielsweise Erzieherinnen in evangelischen Kindergärten deutlich schlechter gestellt als in kommunalen oder katholischen Kindertagesstätten. (epd Niedersachsen-Bremen/b0804/12.03.05)

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