Synode der Konföderation wählte neuen Präsidenten

Nachricht 12. März 2005

Hannover (epd). Superintendent Joachim Liebig (Stadthagen- Frille) ist neuer Präsident der Synode der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Die Synode wählte den 47-jährigen Theologen aus der schaumburg-lippischen Kirche am Sonnabend in Hannover zum Nachfolger von Albrecht Bungeroth (Gifhorn), der aus der Konföderationssynode ausgeschieden war. Stellvertreter wurde Jürgen Schneider (Hermannsburg), der neue Präsident der hannoverschen Landessynode.

Die Synode der Konföderation beschloss einen Doppelhaushalt für die Jahre 2005 und 2006, der mit rund 4,5 Millionen Euro um zwei Prozent unter dem des Vorjahres liegt. Da die Einnahmen aus der Kirchensteuer erheblich hinter den Erwartungen zurückblieben, seien weitere Kürzungen unvermeidlich, sagte Gerhard Tödter (Deutsch Evern) als Vorsitzender des Finanzausschusses.

Der Oldenburger Bischof Peter Krug warnte in seinem Ratsbericht, die Kirche dürfe ihren Auftrag nicht auf "Kernbereiche" in den Gemeinden einengen. Sie habe einen Öffentlichkeitsauftrag, den Heilswillen Gottes in Glaube und Tat zu vermitteln. Die Kirchen würden sich weiter in Bildungs-, Kinder- und Jugendarbeit engagieren sowie Alten, Behinderten, Kranken und Pflegebedürftigen helfen und Beratungsstellen unterhalten. Die Arbeit müsse jedoch besser gebündelt werden.

Krug würdigte den Loccumer Vertrag, der vor 50 Jahren zwischen dem Land Niedersachsen und den Kirchen geschlossen wurde. In ihm sei vereinbart, wie Staat und Kirche trotz ihrer Trennung in geregelten Beziehungen dem Gemeinwohl dienen könnten. Vom 30. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 25. bis 29. Mai in Hannover versprach er sich neue Impulse für Kirchen und Gemeinden "in Gotteslob und Nächstenliebe". Er rief die Teilnehmer auf, "Flagge zu zeigen für mehr Himmel auf dieser einen Erde".

Zur Konföderation gehören die evangelisch-lutherischen Kirchen von Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe sowie die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer. Sie vertritt die fünf Kirchen mit mehr als 4 Millionen Mitgliedern gegenüber dem Land. Zu den gemeinsamen Einrichtungen gehören die Evangelische Erwachsenenbildung und der Kirchliche Dienst in Polizei und Zoll. (epd Niedersachsen-Bremen/b0803/12.03.05)
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Kirchen wünschen Härtefallkommission für Niedersachsen
Hannover (epd). Die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen hält eine Härtefallkommission nach dem neuen Zuwanderungsrecht für nötig. Die Synode der Konföderation forderte am Sonnabend in Hannover, wenigstens Sachverstand von außen heranzuziehen, wenn es dabei bleibt, dass der Petitionsausschuss des Landtages über Härtefälle bei Ausländern zu entscheiden hat.

Der Oldenburger Bischof Peter Krug als Ratsvorsitzender der Konföderation bemängelte, dass selbst ein einstimmiges Votum des Landtagsausschusses im Fall der Iranerin Zahra Kameli nicht dazu geführt habe, dass die Abschiebung ausgesetzt wurde. Er forderte eine gesetzliche Regelung zwischen Bund und Ländern, die "ein unwürdiges Hin- und Herschieben der Verantwortung unmöglich macht".

Zur Konföderation gehören die evangelisch-lutherischen Kirchen von Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe sowie die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer. Sie vertritt die fünf Kirchen mit mehr als 4 Millionen Mitgliedern gegenüber dem Land. (epd Niedersachsen-Bremen/b0802/12.03.05)
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Den Bericht des Rates finden Sie im Wortlaut unter www.evangelische-konfoederation.de