Käßmann und Gansäuer eröffnen "Woche der Brüderlichkeit"

Nachricht 02. März 2005

Stade (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann eröffnet am Sonntag mit einem Gottesdienst in der Stader St.-Cosmae-et-Damiani-Kirche die "Woche der Brüderlichkeit" in Niedersachsen. An dem Gottesdienst beteiligen sich nach Angaben der Landeskirche der Präsident des niedersächsischen Landtages, Jürgen Gansäuer (CDU), und der Stader Superintendent Rudolf Rengstorf. Die Feier wird ab 10.05 Uhr live vom Deutschlandfunk übertragen.

Die jährlich stattfindende bundesweite "Woche der Brüderlichkeit" soll zur Verständigung zwischen Juden und Christen in Deutschland beitragen. Sie steht diesmal unter dem Motto "Prüfet alles, das Gute behaltet". Die zentrale Eröffnung ist am gleichen Tag im thüringischen Erfurt geplant.

In ihrer Predigt will sich Margot Käßmann mit dem Jahresthema beschäftigen. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Hamburger Synagogalchor unter der Leitung von Professor Andor Izsak. Er ist Direktor des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik in Hannover. (epd Niedersachsen-Bremen/b0703/02.03.05)

Hintergrund: Woche der Brüderlichkeit

Stade (epd). Die jährlich stattfindende bundesweite "Woche der Brüderlichkeit" soll zur Verständigung zwischen Juden und Christen in Deutschland beitragen. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto "Prüfet alles, das Gute behaltet" und wird am Sonntag zentral für Deutschland im thüringischen Erfurt eröffnet. In Niedersachsen wird der Auftakt mit einem Gottesdienst in Stade gefeiert.

Bei Veranstaltungen in zahlreichen deutschen Städten wird für Toleranz, Mitmenschlichkeit und für die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus geworben. Die Woche wird seit 1951 jeweils im März vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit mit rund 20.000 Mitgliedern organisiert.

Seit 1968 verleiht der Koordinierungsrat mit Sitz in Bad Nauheim bei der zentralen Eröffnung die Buber-Rosenzweig-Medaille. In diesem Jahr erhält der evangelische Theologie-Professor Peter von der Osten-Sacken die Auszeichnung. Er leitet das Institut Kirche und Judentum an der Humboldt-Universität Berlin. Die Medaille ist nach den deutsch-jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929) benannt. Mit der Auszeichnung werden besondere Verdienste um den christlich-jüdischen Dialog gewürdigt.

Zu den Preisträgern gehörten in den vergangenen Jahren unter anderen Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne), die früheren Bundespräsidenten Johannes Rau und Richard von Weizsäcker sowie die Witwe des ermordeten israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin, Lea Rabin. Weitere Informationen zum Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Internet unter www.deutscher-koordinierungsrat.de. (epd
Niedersachsen-Bremen/b0704/02.03.05)
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