Auf einen Blick (22.2.)

Nachricht 22. Februar 2005

"Wenn dein Kind dich morgen fragt..."
Protestantische Beiträge zu Fragen der Zeit

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und die Hanns-Lilje-Stiftung laden zu einem Vortrag im Rahmen des Hanns-Lilje-Forums ein.
Wie können wir glauben?
Bischof Axel Noack

Donnerstag, 3. März 2005, 18.00 Uhr
Neustädter Hof- und Stadtkirche, Rote Reihe 8, Hannover
+++

Rundfunkgottesdienst mit Bischöfin und Landtagspräsident
Margot Käßmann und Jürgen Gansäuer eröffnen in Stade „Woche der Brüderlichkeit“
Stade/Elbe-Weser. Zum Auftakt der „Woche der Brüderlichkeit“ übertragen am Sonntag, 6. März Deutschlandfunk und Deutsche Welle ab 10.05 Uhr einen Gottesdienst aus der Stader St. Cosmae-Kirche. Margot Käßmann, Bischöfin der hannoverschen Landeskirche, wird die Predigt halten. Der Gottesdienst ist im Deutschlandfunk auf UKW zu hören und wird zugleich weltweit über Satellit, Internet und Kurzwelle ausgestrahlt.
+++

Jugendliche können Postkarten zum Kirchentag entwerfen
Hannover (epd). Zum Motto des Kirchentags in Hannover "Wenn dein Kind dich morgen fragt..." können Jugendliche Postkarten entwerfen.
Der Evangelische Kirchentag hat am Dienstag einen Wettbewerb ausgeschrieben, dessen beste Ergebnisse veröffentlicht werden sollen.
Die Teilnehmer können bis zu 21 Jahre alt sein und sollten ausdrücken, was ihnen so wichtig ist, dass sie es später an die eigenen Kinder weitergeben wollen. Einsendeschluss ist der 31. März.

Die Postkarten können gemalt, fotografiert oder am Computer entworfen werden. Eine Jury wählt die fünf besten Motive aus, die von der Homepage des Kirchentages (www.kirchentag.de) aus als elektronische Postkarten versandt werden können. Die zwei schönsten Bilder sollen gedruckt und beim Kirchentag verteilt werden. Zur Jury gehören der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), Landesbischöfin Margot Käßmann und die Autorin Alexa Hennig von Lange.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0620/22.02.05)
+++

Monumentale Sand-Stelen von Bernhard Wimmer
für den Kirchentag

An 14 Orten in Niedersachsen wachsen Sand-Stelen in den Himmel. Mit ihnen startet der Bremer Künstler Bernhard Wimmer den Dialog über eine der Leitfragen des Kirchentages in Hannover. Am 22. Februar 2005 wird im Ev. Bildungszentrum Bad Bederkesa die erste Sand-Stele enthüllt. Eingeprägt in Sand werden 14 unterschiedliche Antworten auf die Fragen „Wie wollen wir leben?“ formuliert. Der Betrachter tritt in den direkten Dialog über die Frage, in dem er eine eigene Antwort in die Stele kratzt.

An verschiedenen Orten werden weitere Stelen mit einer je eigenen Antwort enthüllt: Hildesheim, Wolfsburg, Nienburg, Peine, Hameln, Göttingen, Goslar, Hann. Münden, Osnabrück, Aurich, Lüneburg, Cuxhaven und schließlich am 22. April 2005 in Hannover auf dem Bahnhofsvorplatz. Jeder eingeritzte Gedanke geht dabei auf Kosten der Substanz der Stele. Immer mehr wird sich die Stele zersetzen, bis sie als Sand wieder in den natürlichen Kreislauf eingeht. Auf dem Weg zum Großereignis wird somit die Themenbereichsfrage des Kirchentages Antworten und neue Fragen aufwerfen. Auf der Internetseite www.wie-wollen-wir-leben.net wird das Kunstprojekt dokumentiert.

Das Stelen-Projekt ist entstanden aus einer Kooperation des Gerhard-Marcks-Hauses, Bremen mit der rast und wird gefördert von der Hanns-Lilje-Stiftung der Trenz AG, Bremen, VW-Nutzfahrzeuge, Hannover, der Sparkasse Göttingen und Harms Metallguss GmbH, Oldenburg.
+++

Kirche plant Seminare in ehemaligem KZ-Lager Sandbostel
Sandbostel/Kr. Rotenburg (epd). Die hannoversche Landeskirche möchte auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers Sandbostel bei Bremen eine Baracke für Seminare und Meditation einrichten. "Hier sollen Menschen ausgehend von den Kriegsereignissen über die Gegenwart, das eigene Leben und ihre Zukunft nachdenken können", sagte am Montag Pastor Peter Handrich. Der von der Landeskirche beauftragte Theologe soll in den nächsten zwei Jahren diese "spirituelle Zelle" aufbauen.

Die Initiative steht unter dem Motto "Von gestern über heute auch morgen leben". Zunächst seien ehrenamtliche Helfer und Geldgeber gesucht, sagte Handrich. Das Gelände südlich von Bremervörde biete "einen ganz besonderen geistlichen Raum". Aufgrund der dort überall gegenwärtigen Geschichte liege es nahe, über den Glauben und den Sinn des Lebens nachzudenken.

In dem Lager Sandbostel waren zwischen 1939 und 1945 etwa eine Million Kriegsgefangene, Internierte und KZ-Häftlinge aus 46 Nationen inhaftiert. Bis zu 50.000 Menschen sollen dort umgekommen sein. Sie starben an Hunger und Seuchen oder wurden ermordet.

Die Gedenkfeier zur Befreiung des Lagers am 29. April 1945 soll in diesem Jahr erstmals die im Dezember vom Land Niedersachsen und acht weiteren Initiatoren gegründete Stiftung Gedenkstätte Lager Sandbostel ausrichten. Dazu werden nach Angaben des Kuratoriumsvorsitzenden Clement-Volker Poppe viele ehemalige Kriegsgefangene mit ihren Angehörigen erwartet. (epd Niedersachsen-Bremen/b0615/21.02.05)
+++

Zukunft der Gemeindeakademie Osnabrück ist ungewiss
Osnabrück (epd). Die Zukunft der evangelischen Gemeindeakademie in Osnabrück ist ungewiss. Werner Wasmuth, der Leiter dieser nach seinen Worten bundesweit einzigartigen Einrichtung, geht mit Vollendung seines 65. Lebensjahres am 21. Februar in den Ruhestand. Ebenso werde er im März auch den Vorsitz im Synodalausschuss der hannoverschen Landessynode abgeben, sagte der Pastor am Freitag dem epd.

Ein halbes Jahr lang werde er die Akademie, die von der Landeskirche, dem Osnabrücker Sprengel und dem Kirchenkreis der Stadt finanziert werde, jedoch ehrenamtlich weiter leiten. Bis zum Sommer sollte im Perspektivausschuss der Synode ein Entscheidung über die Weiterführung der Gemeindeakademie und die Wiederbesetzung der Leitungsstelle gefallen sein, sagte Wasmuth.

Er habe seit der Gründung der Akademie vor 15 Jahren gemeinsam mit zwei hauptamtlichen Halbtagskräften und einem großen Team von Ehrenamtlichen das Gespräch mit Menschen gesucht, die der Kirche eher kritisch gegenüber stehen. Ungewöhnlich sei die Kombination dieser Arbeit mit der Unterstützung der Gemeinden vor Ort. "Die Aufgaben werden umfangreicher und die Nachfrage steigt", meinte der Theologe.

Wasmuth, der in Münster und Hamburg evangelische Theologie studiert hat, war nach dem Vikariat in Georgsmarienhütte bei Osnabrück zwölf Jahre lang Gemeindepfarrer in Barnstorf bei Diepholz. Von 1979 bis 1991 war er Studentenpfarrer in Osnabrück, bevor er als Pastor für missionarische Dienste die Leitung der von ihm mit initiierten Gemeindeakademie übernahm.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0595/18.02.05)