Auf einen Blick (7.2.)

Nachricht 07. Februar 2005

Infotag wirbt für ökumenische Urlauberarbeit
Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Sommersaison 2005 möchte das Fachgebiet Kirche im Tourismus im Haus kirchlicher Dienste in Zusammenarbeit mit dem Bistum Hildesheim auf einem Infotag ansprechen:
am 19. Februar 2005 von 10.00 bis 16.00 Uhr
Zentrum für Erwachsenenbildung Stephansstift
Kirchröder Straße 44, 30625 Hannover.

Spiel- und Sportangebote, Gottesdienste, Gespräche und Gute-Nacht-Geschichten – die Angebote von „Kirche unterwegs“ bereichern seit Jahren den Urlaub vieler kleiner und großer Campinggäste. Für diese Arbeit werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab 18 Jahren aus allen Kirchen gesucht. Gefragt sind Lebensfreude, Kreativität, Teamfähigkeit, Toleranz und die Bereitschaft und Fähigkeit, auf andere zuzugehen.

Für Rückfragen und Anmeldungen stehen zur Verfügung:
Diakon Peter Leisegang, „Kirche im Tourismus / Kirche Unterwegs“, Fon: (05321) 68 36 71; E-Mail: leisegang@kirchliche-dienste.de
+++

Förderpreis der Uni Osnabrück für Arbeit über Pietismus
Osnabrück/Nordenham (epd). Die Theologiestudentin Carina Olnhoff (24) aus Nordenham erhält für ihre Magisterarbeit über "Sterben und Tod im Pietismus" einen von 40 Förderpreisen der Universität Osnabrück. Den Sonderpreis für Evangelische Theologie stiften alljährlich der evangelisch-lutherische Sprengel und der Kirchenkreis Osnabrück, teilte die Universität am Freitag mit.

Thematisiert werden nach Auskunft des Studentenpfarrers Dieter Wackerbarth unter anderem die theologischen und praktischen Perspektiven des Pietismus im 17. und 18. Jahrhundert. Es gehe um die Erfahrungen der Menschen mit dem Tod, Grenzerfahrungen zwischen Leben und Tod, die Todesstrafe und um den damals vom Pietismus zum Teil als positiv erachteten Freitod. Zwar handle es sich um ein historisches Thema.
"Dennoch ist die Arbeit auch für die Gegenwart, etwa vor dem Hintergrund der Diskussionen um Hospizbewegung und Bestattungskultur, bemerkenswert", urteilte Wackerbarth. (epd
Niedersachsen-Bremen/b0396/04.02.05)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
+++

„Was heißt heute sozial?“
Im Gespräch mit Friedhelm Hengsbach

Bad Bederkesa/Elbe-Weser. Er gilt als einer der führenden Sozialwissenschaftler Deutschlands und Stimme des sozialen Gewissens in den aktuellen Reformdebatten: Dr. Friedrich Hengsbach, Professor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main. Am Donnerstag, 10. Februar, 19.00 Uhr, spricht Hengsbach im Ev. Bildungszentrum Bad Bederkesa.
„Der Sozialstaat wird schlecht geredet von denen, die auf ihn nicht angewiesen sind“. Das ist eine seiner Thesen, die der Wissenschaftler im Evangelischen Bildungszentrum erläutern wird.
Sein Vortrag ist überschrieben mit dem Titel: „Was heißt heute sozial?“
Hengsbach ist Mitglied des Jesuitenordens. Er hat Philosophie, Theologie und Wirtschaftswissenschaften studiert und ist Professor für Christliche Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt. Er kommentiert regelmäßig die Entwicklung des Sozialstaats in den „Tagesthemen“.
Anmeldungen im Ev. Bildungszentrum unter Tel. 04745 – 9495-0, Fax 04745 – 9495-96. oder e-mail info@ev-bildungszentrum.de
+++

Studentengemeinden wollen Kulturzentrum aufbauen
Hildesheim (epd). Die christlichen Studentengemeinden in Hildesheim wollen ein Forum für Internationales und Kultur aufbauen. Dafür sollen für 100.000 Euro Kellerräume in der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) umgebaut werden, teilten die KHG und die Evangelische Studentengemeinde (ESG) mit. Das Zentrum mit dem Namen "Kolja" soll die internationalen und kulturellen Initiativen der Gemeinden bündeln.

Schon seit vielen Semestern böten die Gemeinden neben den Gottesdiensten auch Literaturabende, Kunstausstellungen und Diskussionen zu politischen Themen an, sagte KHG-Leiter Thomas Harling. Daneben pflegten sie den internationale Austausch, etwa durch Gespräche mit dem Islam oder Länderabende über China, Tansania oder Armenien. Diese Angebote sollen durch das Forum "Kolja" erweitert werden. Das Forum stehe über die Hochschule hinaus allen Interessierten offen.

Die Kosten sollen zum großen Teil aus Spenden gedeckt werden. Das katholische Bistum Hildesheim habe trotz seiner schwierigen Haushaltslage dem Vorhaben bereits zugestimmt, hieß es. Nun erhofften sich die Studenten auch Unterstützung durch die evangelische Kirche.
(Informationen unter Telefon 05121/281 644, Internet: www.esg-khg-hildesheim.de, Spendenkonto 152 595 7400 bei der Sparkasse Hildesheim, BLZ 259 501 30). (epd Niedersachsen-Bremen/b0393/02.02.05)
+++

Kirche setzt sich für konvertierte Iranerin ein
Göttingen (epd). Eine zum Christentum
konvertierte Iranerin soll in ihre Heimat abgeschoben werden. Der Göttinger Ausländerpfarrer Peter Lahmann, der Niedersächsische Flüchtlingsrat und die Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes warnten am Freitag, der 24-Jährigen drohe im Iran Lebensgefahr. Ihre Abkehr vom Islam und ihre neue Lebensgemeinschaft mit einem ebenfalls christlichen Landsmann könnten im Iran mit Strafen bis zur Steinigung geahndet werden.

Nach Angaben Lahmanns war Zarah Kameli 2001 mit ihrem zehn Jahre älteren Mann aus dem Iran geflüchtet. In Deutschland trennte sie sich von ihm und wurde nach längerer Vorbereitungszeit in der Thomas-Kirche in Göttingen evangelisch getauft. Der Flüchtlingsrat verweist in einem Appell an Innenminister Uwe Schünemann (CDU) auf die Verfolgung religiöser Minderheiten im Iran und auf die harten Strafen für Frauen bei Ehebruch.

Das neue Ausländergesetz schütze auch vor geschlechtsspezifischer Verfolgung, schreibt der Flüchtlingsrat an den Minister. Darum müsste wenigstens der Ausgang des Asylfolgeverfahrens vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig abgewartet werden. Schünemann solle eine neue Prüfung des Falles ermöglichen. Vom Innenministerium in Hannover war am Freitagnachmittag keine Stellungnahme zu erhalten. (epd
Niedersachsen-Bremen/b0420/04.02.05)

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen