Missionswerke wollen Häuser für Flutopfer bauen

Nachricht 21. Januar 2005

Hermannsburg/Kr. Celle (epd). Das Evangelische Missionswerk in Niedersachsen unterstützt seine Partnerkirche in Indien beim Bau von 500 Häusern für Opfer des Seebebens. In der Küstenregion von Nagapattinam im Bundesstaat Tamil Nadu werde in den nächsten Wochen mit dem Bau der ersten 100 Häuser begonnen, teilte das Missionswerk am Donnerstag mit.

Die Region ist den Angaben zufolge in Indien am schwersten von der Flutwelle betroffen. In 73 Orten haben dort mehr als 196.000 Menschen ihr Obdach verloren. Mehr als 6.000 starben. Fast 39.000 Häuser sind zerstört oder schwer beschädigt. Betroffen seien viele Fischer und Landarbeiter. Für sie sei es schwer, sich neu eine Existenz aufzubauen, sagte der Asienreferent des Missionswerkes, Ponniah Manoharan: "Sie sind in ihrer Arbeit von der Natur abhängig."

Das niedersächsische Missionswerk werde gemeinsam mit dem Leipziger und dem Schwedischen Missionswerk und der indischen Evangelisch-lutherischen Tamilkirche die Hilfe koordinieren. Vor Ort solle dafür ein Projektteam zusammengestellt werden, hieß es. Geplant seien einfache "Ein-Raum-Häuser", die für jeweils rund 2.000 Euro errichtet werden könnten.

Bisher hat das Missionswerk im Bundesstaat Tamil Nadu Nothilfe geleistet und mit Spenden aus Deutschland rund 2.000 Familien mit einer Grundausstattung versorgt. "Die Hilfsbereitschaft der Menschen hier ist überwältigend", sagte Direktorin Martina Helmer-Pham Xuan. (Spendenkonto
91 91 91, Sparkasse Celle, BLZ 257 500 01, Vermerk "Projekt 501 - Katastrophenhilfe Tamil Nadu". Internet: www.elm-mission.net). (epd
Niedersachsen-Bremen/b0232/20.01.05)
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