Auf einen Blick (erg. 13.1.)

Nachricht 11. Januar 2005

Evangelischer Buchpreis 2005 für Autorin Sabine Peters
Göttingen/Hamburg (epd). Die in Hamburg lebende Autorin Sabine Peters erhält für ihre Erzählung "Abschied" den Evangelischen Buchpreis 2005. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird der Preisträgerin am 11. Mai in Dortmund überreicht, teilte der Deutsche Verband Evangelischer Büchereien am Mittwoch in Göttingen mit.

"Sabine Peters hat wirklich etwas zu erzählen, und sie findet eine eigene Erzählsprache dafür", erklärte die Jury. In der Erzählung "Abschied" geht es um das letzte Lebensjahr von "Doktor Phil", einem über 80-jährigen pensionierten Studienrat. Er hatte wortgewaltig und deutungsmächtig das Familienleben bestimmt und wird nun körperlich und geistig immer hinfälliger.

Peters erzählt die Geschichte aus der Perspektive von "Doktor Phils" Tochter Marie. Der Jury zufolge ist der Autorin "eine berührende Mischung aus nüchternem Realismus und Humor, Empathie und Distanz und poetischer Leichtigkeit" gelungen: "Dabei porträtiert sie keine Helden, sondern schafft glaubwürdige Menschen, denen wir als Lesende nah sein können."

Sabine Peters wurde 1961 in Neuwied geboren. Sie studierte Literaturwissenschaften, Politologie und Philosophie. Seit 1988 schreibt sie Prosa und Hörspiele. Peters wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt für ihren Roman "Nimmersatt" mit dem Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg.

Der seit 1979 jährlich vergebene Evangelische Buchpreis ist ein Leserpreis, der ausschließlich auf Vorschlägen von Leserinnen und Lesern beruht. Ausgezeichnet werden nach Angaben des Verbandes "Bücher, für die Christen sich einsetzen können". Die Erzählung "Abschied" erschien 2003 im Göttinger Wallstein-Verlag. (epd Niedersachsen-Bremen/b0104/12.01.05)
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Kirche erinnert mit Trauerflor an getöteten Felix
Bremervörde/Kr. Rotenburg (epd). Der evangelische Kirchenkreis Bremervörde-Zeven lädt am Freitag zu einer Andacht für den getöteten Felix aus Neu Ebersdorf im Landkreis Rotenburg/Wümme ein. Der Gottesdienst solle die Möglichkeit geben, von Hoffnungen und verzweifelten Bitten für das Leben des Achtjährigen Abschied zu nehmen, sagte am Dienstag Pastor Kay Oppermann. Die Andacht beginnt um 19.30 Uhr in der St.-Liborius-Kirche Bremervörde.

Die Nachricht vom Tod des Jungen und seinen Umständen habe viele Familien schockiert, sagte Oppermann. Die Kirche wolle in den nächsten Tagen schwarze Tüllbänder verteilen, die als Zeichen der Trauer an Felix erinnern. Der Trauerflor stehe auch für den Zusammenhalt in der Enttäuschung und für das Entsetzen.

Der mutmaßliche Mörder von Levke aus Cuxhaven, Marc Hoffmann aus Bremerhaven, hat den Mord an Felix gestanden. Die Leiche des Jungen war daraufhin am vergangenen Freitag von Tauchern im Kreis Cuxhaven aus der Geeste bei Schiffdorf-Bramel geborgen worden. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft in Cuxhaven kommt der 31-Jährige auch als Täter für weitere ungeklärte Morde an Kindern in Frage. Die Ermittler bitten die Bevölkerung deshalb bundesweit um Hinweise. (epd Niedersachsen-Bremen/b0100/11.01.05)
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Juden und Christen veranstalten Gesprächsreihe
Hannover (epd). Juden und Christen in Hannover veranstalten im Januar und Februar in der Marktkirche eine gemeinsame Gesprächsreihe.
Zum Auftakt wird an diesem Mittwoch die Ausstellung "Wenn dein Kind dich morgen fragt..." zum Motto des Kirchentags Ende Mai 2005 in Hannover eröffnet, teilte der evangelische Stadtkirchenverband mit. Das Motto stammt aus dem Alten Testament, der hebräischen Bibel.

Zur Eröffnung um 17 Uhr sprechen die Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde, Ingrid Wettberg, und Pastorin Ursula Rudnick vom Verein "Begegnung Christen und Juden Niedersachsen". Die Ausstellung ist bis zum 31. Januar zu sehen. Am 16. Januar um 18 Uhr steht sie im Mittelpunkt eines Abendgottesdienstes. Weitere Veranstaltungen zum christlich-jüdischen Gespräch finden bis zum 16. Februar jeden Mittwoch um 17 Uhr statt.

Referenten sind unter anderem die Rabbiner Tovia Ben-Chorin aus Zürich und Jona Sievers aus Braunschweig. Am 2. Februar stellt das Ensemble "Mizwa" aus der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover jüdische Komponisten aus Vergangenheit und Gegenwart vor. Die Lesung "Mein verwundetes Herz" beleuchtet am 26. Januar das Leben der jüdischen Ärztin Lilly Jahn (1900-1944), die im Konzentrationslager Auschwitz ums Leben kam. (epd Niedersachsen-Bremen/b0094/11.01.05)
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Kirchliche Wiedereintrittsstelle mit steigendem Zulauf
Hannover (epd). Die Wiedereintrittsstelle der evangelischen Kirche in der Innenstadt Hannovers hat im vergangenen Jahr 355 Eintritte verzeichnet. Gegenüber 2003 stieg die Zahl der Eintritte um 101, sagte ihr Leiter Michael Wohlers am Freitag dem epd. Unter den Eintrittswilligen waren 218 Frauen und 137 Männer. Stärkste Altersgruppe waren die 31- bis 40-Jährigen mit 119 Eintritten, gefolgt von den 51- bis 65-Jährigen mit 81 Eintritten.

Insgesamt traten 2004 im Gebiet des Stadtkirchenverbandes Hannover 581 Personen in die evangelische Kirche ein, wie das Kirchenbuchamt mitteilte. Die Zahl der Austritte liegt aber immer noch weit höher: 2003 kehrten etwa 2.500 Hannoveraner der evangelischen Kirche den Rücken. Die Zahlen für 2004 liegen noch nicht vor.

Wie die Wiedereintrittsstelle erläuterte, kam etwa ein Drittel derer, die dort eintraten, aus dem Umland Hannovers. Fünf der Eintrittswilligen kamen aus anderen Bundesländern. An Heiligabend traten zwei Menschen wieder in die Kirche ein. Die letzten Eintritte gab es Wohlers zufolge wenige Tage vor Silvester. (epd Niedersachsen-Bremen/b0061/07.01.05)
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Kirchentags-Motto künftig jeden Mittwoch im Radio
Hannover (epd). Das Kirchentags-Motto "Wenn dein Kind dich morgen fragt..." steht künftig jeden Mittwoch im Mittelpunkt einer Hörfunk-Sendung auf NDR 1 Niedersachsen. Bis zum Deutschen Evangelischen Kirchentag Ende Mai wird in der dreiminütigen Sendung "Zwischen Himmel und Erde" um 9.20 Uhr ein Kind oder Jugendlicher eine Frage an eine Pastorin oder einen Pastor richten, teilte Regionale Arbeitsstelle Kirchentag am Dienstag in Hannover mit.

Dabei werde es um Fragen gehen wie: "Warum müssen wir konfirmiert werden?" "Hilft es zu beten?" "Kann Gott Gedanken lesen?" Oder "Werden die Menschen sich irgendwann selbst zerstören?" Antworten werden unter anderem Superintendent Heinz Behrends aus Northeim, Propst Armin Kraft aus Braunschweig und der Geistliche Vizepräsident des Landeskirchenamtes in Hannover, Martin Schindehütte. Zum Kirchentag vom 25. bis 29. Mai in Hannover werden rund 100.000 Dauerteilnehmer erwartet. (epd Niedersachsen-Bremen/b0087/11.01.05)
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Kirchentag macht Schule in Niedersachsen
Politiker stehen Jugendlichen Rede und Antwort
"Spaß ist in - Politik ist out." Ein gern zitiertes Vorurteil, wenn Jugend und Politik aufeinandertreffen. Daß das aber gar nicht so ist, zeigt die Veranstaltungsreihe Tacheles - Talk vor Ort, die im Vorfeld des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2005 in 11 Städten in Niedersachsen stattfinden wird. Tacheles – Talk vor Ort ist ein Gemeinschaftsprojekt von Kirche und Schule. Hier werden Jugendliche mit Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft, Kirche und Kultur über aktuelle Themen diskutieren.

Einbahnsprache Politik – Jetzt reden wir mit! ist der Titel der Auftaktveranstaltung am 25. Januar um 16.00 Uhr in der Marktkirche Hannover mit Ministerpräsident Christian Wulff und Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann. Schülerinnen und Schüler der IGS Linden und des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums haben die Talk-Runde in Zusammenarbeit mit der Regionalen Arbeitsstelle für den Kirchentag Hannover rast und dem Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen ekn vorbereitet. Der Eintritt ist frei.

Radio Flora und der Fernsehsender H1 zeichnen die Veranstaltung auf. Sendetermin bei Radio Flora ist der 14.02.05 um 14.00 Uhr.

Im Februar und März geht Tacheles – Talk vor Ort dann auf Tour in Niedersachsen und wird am 27. Mai auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag Hannover zu Gast sein.

10. Februar, Wolfsburg, 12.00 Uhr, Kreuzkirche
15. Februar, Verden, 12.00 Uhr, Johanniskirche
18. Februar, Nienburg, 10.00 Uhr, St. Martin Kirche
22. Februar, Braunschweig, vormittags, Martinikirche
24. Februar, Aurich, 11.45 Uhr, Lambertikirche
1. März, Barsinghausen, 17.00 Uhr, Petruskirche
3. März, Winsen, 11.45 Uhr, Jakobuskirche
9. März, Osnabrück, 11.30 Uhr, St. Katharinen Kirche
17. März, Göttingen, 11.30 Uhr, Johanniskirche
27. Mai, Kirchentag Hannover, nachmittags, Pavillon 33

Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel. (0 511) 12 41 801/807 und unter www.arbeitsstelle-kirchentag.de.