Auf einen Blick (6.1.)

Nachricht 06. Januar 2005

Diakonie-Direktor Vorsitzender der Wohlfahrtspflege

Hannover (epd). Diakonie-Direktor Henning Brandes (63) aus Hannover hat zum Jahreswechsel den Vorsitz der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen übernommen. Er löst turnusgemäß den Hildesheimer Caritas-Direktor Hans-Jürgen Marcus ab, teilte die Arbeitsgemeinschaft in Hannover mit.

Stellvertreter bleibt Günter Famulla (61), Vorstandsvorsitzender des "Paritätischen Niedersachsen". Zur Landesarbeitsgemeinschaft gehören außerdem die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz und die Jüdische Wohlfahrt. (epd Niedersachsen-Bremen/b0028/05.01.05)

Arbeitskreis der CDU diskutiert über Landwirtschaft

Hermannsburg/Kr. Celle (epd). Der Evangelische Arbeitskreis der CDU in Niedersachsen diskutiert bei seiner Jahrestagung vom 14. bis zum 16. Januar in Hermannsburg bei Celle über die Zukunft von Landwirtschaft und dörflichem Leben. Hauptredner der Tagung in der lutherischen Heimvolkshochschule Hermannsburg ist der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen, teilte der Arbeitskreis am Mittwoch mit.

Neben Ehlen spricht unter anderen Pastor Stephan Wichert-von Holten vom Kirchlichen Dienst auf dem Lande der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers über Landwirtschaft zwischen wirtschaftlichen Zwängen und ethischem Anspruch. Die Rolle der Kirche erörtert der Bischof der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Diethard Roth.

Der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU wurde 1952 in Siegen auf Anregung des damaligen Bundestagspräsidenten und oldenburgischen Oberkirchenrates Hermann Ehlers gegründet. Heute versteht er sich als innerparteiliches Forum für eine Wertediskussion auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes. Ihm gehören rund 250.000 evangelische Christen in den beiden Unionsparteien an.

In Niedersachsen hat der Arbeitskreis nach eigenen Angaben rund 50.000 Mitglieder. Landesvorsitzender ist Hans Bookmeyer aus Norden.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0034/05.01.05)

Missionswerk erinnert an Völkermord in Ruanda

Hermannsburg/Kr. Celle (epd). Mit einer Rauminstallation des afrikanischen Künstlers Kofi Setordji erinnert das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen an den Völkermord in Ruanda im Jahr 1994. Das Werk "Die Wunden der Erinnerung" erzähle von Tätern, Opfern und der Weltgemeinschaft, die tatenlos zugesehen habe, teilte das Missionswerk am Dienstag in Hermannsburg bei Celle mit.

Die Ausstellung wird am 14. Januar um 20 Uhr eröffnet. Sie ist bis zum 15. März im Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus zu sehen. Der aus Ghana stammende Künstler beschäftige sich mit der Frage, "wie es möglich ist, dass Menschen eines Morgens aufstehen und andere Menschen ermorden, mit denen sie zeitlebens Seite an Seite gewohnt haben".

Die Ausstellung, die im Auftrag des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) erarbeitet wurde, war unter anderem bereits im Münchner Völkerkundemuseum zu sehen. In Hermannsburg wird sie vom EED und der Niedersächsischen Lotto-Stiftung "Bingo" gefördert. Für seine Installation hat Kofi Setordji unter anderem Terrakotta, Holz, Bilder und Altmetall verwendet. Mit Gesichtern aus Terrakotta, über denen ein Geier thront, stellt er der Ankündigung zufolge etwa Opfer und Täter dar.

Die Ausstellung solle wachrütteln und darauf aufmerksam machen, dass der Völkermord derzeit in Darfur im Sudan weitergehe, sagte Pastor Georg Gremels, Leiter des Bildungsreferates im Missionswerk. Das Bildungsreferat hat begleitend Programme für Schulen ausgearbeitet, um Ursachen von Gewalt aufzuzeigen. (Informationen unter Telefon
05052/69270) (epd Niedersachsen-Bremen/b0019/04.01.05)