Diakonie-Direktor: Mitmenschlichkeit zeigen

Nachricht 03. Januar 2005

Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet Nothilfe für die Flutopfer in der indonesischen Provinz Aceh. "Endlich haben wir Zugang zu der Region erhalten", berichtet die Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Stuttgart, Hannelore Hensle. Bis letzter Woche war die indonesische Provinz weitgehend vor internationalen Medien und Hilfsorganisationen abgeschottet. Auch zu den Menschen im Hochland von Nord-Sumatra und auf den vorgelagerten Inseln konnte Kontakt aufgenommen werden. Dort hat das Erdbeben große Schäden angerichtet.

"Unsere lokalen Partner verteilen Lebensmittel, Trinkwasser und Kleidung", so Hensle weiter. Den betroffenen Familien wurde buchstäblich alles weggespült. Sie sind akut von Hunger bedroht. Allerdings gäbe es momentan kaum Fahrzeuge oder Treibstoff, um die Hilfsgüter zu transportieren. Zudem seien die Helfer in Aceh extremen Belastungen ausgesetzt. "Sie brauchen dringend Atemmasten gegen den Gestank von Verwesung und Schlamm", berichtet Hannelore Hensle.

Auch in Somalia ist die Hilfe für die Flutopfer angelaufen. Viele Fischer aus Mogadishu und Umgebung werden vermisst. "Ihre Familien brauchen dringend Hilfe", betont Hensle. "Unsere Partner und Mitarbeiter vor Ort kümmern sich um die Angehörigen und versorgen sie mit Nahrung."

In Südindien und Sri Lanka läuft die Verteilung von Hilfsgütern auf Hochtouren. Die einheimischen Partner der Diakonie Katastrophenhilfe haben Verteilzentren eingerichtet, wo Essen, Trinkwasser und Hygieneartikel ausgegeben werden. "In Indien können wir dabei auf Notfallpläne und effiziente Strukturen zurückgreifen, die in langjähriger Zusammenarbeit kontinuierlich weiterentwickelt wurden", erklärt Hannelore Hensle. Der Diakonie-Direktor des Diakonischen Werkes der Landeskirche Hannovers ruft anlässlich der Katastrophe die Niedersachsen zu Spenden auf: „Das unendliche Leid, das durch das Seebeben über die Menschen hereingebrochen ist, können wir nicht schmälern. Doch wir können uns in Niedersachsen als Mitmenschen beweisen, indem wir über unsere örtlichen Partner materiell helfen.“

Für ihre Hilfe in Südasien bittet die Diakonie Katastrophenhilfe dringend um Spenden, Kennwort "Erdbeben Südasien".

Spendenkonto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, Stichwort "Erdbeben Südasien". Internet: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/).


Bernd Prigge Pressesprecher Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e.V. Ebhardtstr. 3a, 30159 Hannover Tel. 0511/3604-262, Fax 0511/3604-119 p. 0511/424240