Diakonie: Fusion der Sozialstationen ist erfolgreich

Nachricht 22. Dezember 2004

Delmenhorst (epd). Die freiwillige Fusion von sechs Diakonie-Sozialstationen im Oldenburger Land ist nach Ansicht des kaufmännischen Vorstands im Diakonischen Werk, Joachim von der Osten, erfolgreich verlaufen. Bereits nach einem knappen halben Jahr spare die gemeinnützige GmbH monatlich einen fünfstelligen Betrag, sagte er am Dienstag in Delmenhorst vor Journalisten. Die sieben weiteren Diakonie-Sozialstationen im Oldenburger Land seien zu einem Zusammenschlusses noch nicht bereit.

Die "Diakonie-Sozialstationen im Oldenburger Land gGmbH" betreue mit ihren 180 Mitarbeitenden rund 900 Patienten, sagte Geschäftführerin Birgit Osterloh. Die gesamte Verwaltung laufe nun über die Zentrale in Delmenhorst. Das spare beispielsweise Honorare für die Buchhaltung oder die Personalverwaltung. Für die Patienten ändere sich nichts. Sie werden weiterhin von ihrer Sozialstation betreut.

Obwohl einige der sechs Stationen mit erheblichen finanziellen Verpflichtungen in die neue Gesellschaft eingetreten seien, erwartet Osterloh bereits im Dezember kommenden Jahres mit einem ausgeglichenen Haushalt. Zu der neuen Gesellschaft gehören die Stationen Delmenhorst, Hude, Stedingen, Westerstede-Apen, Wiefelstede-Metjendorf und Bad Zwischenahn.

Der Ammerländer Kreispfarrer Rainer Theuerkauff als stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung kritisierte die Zurückhaltung der sieben noch selbstständigen Sozialstationen. Sie seien teilweise wirtschaftlich sehr stark und könnten der neuen Gesellschaft sehr hilfreich sein. Gleichwohl könnten die Stationen jederzeit einen Aufnahmeantrag stellen, betonte von der Osten.
Allerdings dürfe der Beitritt nicht die neue Gesellschaft wirtschaftlich gefährden, schränkte er ein. (epd Niedersachsen-Bremen/b3757/21.12.04)

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