Auf einen Blick (erg. 22.12.)

Nachricht 22. Dezember 2004

Landesbischöfin predigt an Heiligabend zweimal
Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann predigt am Freitag, dem Heiligen Abend, zweimal in der Marktkirche in Hannover.
Nachdem in den vergangenen Jahren viele Menschen in der überfüllten Kirche keinen Platz mehr gefunden hatten, wird sie an diesem Heiligabend zweimal den gleichen Gottesdienst halten. "Ich freue mich über jeden, der kommt. Es soll niemandem so gehen wie Maria und Josef, die keinen Platz in der Herberge erhielten", sagte Käßmann am Mittwoch dem epd.

Um 17 Uhr wird die evangelische Bischöfin vom Mädchenchor Hannover musikalisch begleitet und um 18.30 Uhr vom Knabenchor. -Die Termine für die insgesamt mehr als 500 Weihnachtsgottesdienste in der Region Hannover sind im Internet unter www.kirche-hannover.de abzurufen. (epd
Niedersachsen-Bremen/b3761/22.12.04)

Talkshow über "Lust und Last" von Weihnachtsgeschenken
Hildesheim/Hamburg (epd). Mit dem Thema "Geschenke zu Weihnachten - Lust oder Last" beschäftigt sich die nächste Ausgabe der Talkshow "Offen gesagt" im NDR-Fernsehen. Zu Gast bei Pastor Claus-Ulrich Heinke sind am 26. Dezember um 16.30 Uhr eine Fahrradbotin und Geschenke-Gegnerin, ein freier Trauerredner und Geschenke-Befürworter sowie ein Pastor, teilte Heinke am Freitag in Hildesheim mit.

Heinke wird die Sendung nach zwei Jahren zum letzten Mal moderieren. Sein Nachfolger wird Pastor Jan Dieckmann, evangelischer Rundfunkbeauftragter beim NDR. Zugleich wird die Sendung im kommenden Jahr vom Hafentheater Hamburg in eine Hamburger Kirche verlegt. (epd Niedersachsen-Bremen/b3729/17.12.04)

Unbekannter stiftet eine Million Euro für Uhlhorn-Hospiz
Hannover (epd). Das Uhlhorn-Hospiz in Hannover erwartet eine Stiftung von einer Million Euro von einem unbekannten Spender. Das Haus zur Betreuung todkranker Menschen teilte am Montag mit, ein Wissenschaftler und Unternehmer, der ungenannt bleiben möchte, bereite eine solche Stiftung vor. Die Kapitalerträge sollten einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Arbeit leisten.

Die stationäre Betreuung Sterbender werde nur in Teilen von den öffentlichen Kassen bezahlt. Das Haus mit seinen acht Plätzen und 22 Mitarbeitern wird von der Henriettenstiftung und dem Friederikenstift getragen. (epd Niedersachsen-Bremen/b3741/20.12.04)

"Bildung als religiöse und ethische Orientierung"
VELKD gibt Dokumentation der XIII. Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie heraus

Unter dem Titel "Bildung als religiöse und ethische Orientierung. Dokumentation der XIII. Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie" (207 Seiten, 7,80 Euro) ist jetzt eine neue Veröffentlichung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) erschienen. Das Buch bietet die Vorträge, die Hans Joas, Peter Müller, Christoph Link, Thomas Kaufmann, Ulrich H. J. Körtner, Manfred Sorg, Hans Christian Knuth, Günther Wartenberg und Reiner Preul im Rahmen der Konsultation gehalten haben, die im Dreijahresrhythmus von der VELKD und der Arnoldshainer Konferenz (AKf) organisiert und durchgeführt werden.

Die Ergebnisse der PISA-Studie sind auch für die Kirchen ernüchternd. Sie fragen vor diesem Hintergrund nach ihrem spezifischen Ort und nach ihrer besonderen Verantwortung in der Bildungsdiskussion. Vor allem die reformatorischen Kirchen, die ihrem Ursprung nach in eine breite Bildungsbewegung hineingehören, fühlen sich durch die aktuelle Debatte herausgefordert: Was heißt Bildung unter dem Vorzeichen des christlichen (evangelischen) Glaubens? Was für eine Bildung gilt es zu vermitteln? Wie steht es um das Verhältnis von christlichem Glauben und ethisch-moralischen Werten unter der Perspektive von Bildung? Diese und andere Fragen wurden im Rahmen der XIII. Konsultation Kirchenleitung und wissenschaftliche Theologie erörtert.

Lutherisches Kirchenamt - Pressestelle
Richard-Wagner-Str. 26
30177 Hannover
Tel.: 0511/62 61 - 236
Fax: 0511/62 61 - 511
eMail: hahn@velkd.de
WWW: http://www.velkd.de


Stiftung für Gedenkstätte im Lager Sandbostel gegründet

Sandbostel/Kr. Rotenburg (epd). Das Land Niedersachsen und acht weitere Initiatoren haben am Freitag eine Stiftung zur Erinnerung an das
Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager Sandbostel bei Bremen gegründet.
Nun könne ein Konzept für ein würdiges Gedenken der hier gestorbenen Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge erarbeitet werden, teilte Kultusminister Bernd Busemann (CDU) mit. Die Stiftung will eine
Dokumentations- und Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Lagers errichten.

Mit der Stiftung wurde ein langer Streit um den genauen Standort der Gedenkstätte beigelegt. Die Gemeinde Sandbostel wollte die neue Gedenkstätte ursprünglich auf einem etwa zwei Kilometer entfernten Kriegsgefangenen-Friedhof errichten, da auf dem Sandbosteler Gelände selbst ein Gewerbegebiet angesiedelt ist. Der Gedenkstätten-Verein dagegen plädierte für einen Ort des Gedenkens direkt auf dem Lagergelände. Die bisherige Gedenkstätte befindet sich im zwölf Kilometer entfernten Bremervörde.

In dem Lager waren zwischen 1939 und 1945 etwa eine Million Kriegsgefangene, Internierte und KZ-Häftlinge aus 46 Nationen inhaftiert. Bis zu 50.000 Menschen sollen in dem Lager umgekommen sein.
Sie starben an Hunger und Seuchen oder wurden ermordet. Ein Pastor aus dem benachbarten Selsingen verhinderte nach der Befreiung, dass die Briten als Vergeltung mehrere Dörfer im Umkreis des Lagers zerstörten.

Zu den Gründungsmitgliedern der neuen Stiftung gehören neben dem Land die Gemeinde Sandbostel, die Samtgemeinde Selsingen, der Landkreis Rotenburg, die evangelische Kirchengemeinde Selsingen, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie private Vereine. Um die Gedenkstätte zu errichten, will die Stiftung einen Teil des Geländes kaufen. Dafür rechnet sie mit Zuschüssen und Spenden. Bisher ist das Gelände im Besitz der dort ansässigen Firmen. 25 Baracken des ehemaligen Lagers sind erhalten. (epd Niedersachsen-Bremen/b3732/17.12.04)

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