Großunternehmen schenkt Beschäftigten Bibelverse für jeden Tag

Nachricht 21. Dezember 2004

Ulm (idea) – Eines der größten Pharma-Unternehmen Deutschlands, die Merckle-Ratiopharm GmbH, macht ihren rund 2.200 Beschäftigten in Ulm und Blaubeuren ein besonderes Weihnachtsgeschenk. Sie erhalten ein Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine mit Bibelversen für jeden Tag. Die Geschäftsleitung halte es für wichtig, den christlichen Ursprung des Weihnachtsfestes stärker bewußt zu machen, teilte die Pressestelle mit.

Bereits im vergangenen Jahr hätten die Mitarbeiter ein Losungsbuch erhalten. Die Reaktionen seien unterschiedlich ausgefallen. Manche Beschenkte hätten wenig Verständnis gehabt, andere hätten sich mit der nicht mehr zeitgemäßen Sprache schwer getan. Eine dritte Gruppe habe sich gefreut, daß die Firma christliche Werte schätze. Ein anderes Mal verschenkte die Firma ein Meditationsbüchlein des Fernsehjournalisten Peter Hahne. Solche Geschenke gehörten zum Profil des Unternehmens, dessen Geschäftsleitung Mitarbeiter zum Glauben einladen wolle, sagte Pressereferentin Ulrike Krieger-Ballhausen dem „Losungs-Magazin“, das die Herrnhuter Brüdergemeine anläßlich der 275. Ausgabe des in 50 Sprachen verbreiteten Andachtsbuchs herausgab.

Vor drei Jahren stellte das Unternehmen eine Betriebsseelsorgerin an, die den Beschäftigten bei Fragen helfen soll, die über den Betriebsalltag hinausgehen. Dazu gehören etwa Probleme in Ehe und Familie. Das Interesse an diesem Angebot hat dazu geführt, daß im Ulmer Neubau ein besonderer Raum für Stille und Gebet vorgesehen ist. Kreuz und Bibel sollen zur Besinnung auf die Grundlagen des Lebens einladen.

Die Einweihung einer neuen Produktionsanlage Mitte 2002 verband die Firma mit einer Andacht, in deren Verlauf rund 2.800 Mitarbeiter und Ehrengäste das Vaterunser beteten. Die Unternehmerfamilie Adolf und Ruth Merckle und ihre als Geschäftsführer amtierenden Söhne Philipp und Ludwig sind überzeugt, daß die christliche Botschaft auch an den Arbeitsplatz gehört. Laut Krieger-Ballhausen wirkt sich die christliche und soziale Einstellung positiv auf das Betriebsklima aus. Ruth Merckle hatte neben ihren betrieblichen Aufgaben zahlreiche kirchliche Ehrenämter. Sie war von 1991 bis 1998 Mitglied im Rat der EKD und von 1992 bis 2000 im Vorstand des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer. (148/2004/6)

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