Auf einen Blick (10.12.)

Nachricht 10. Dezember 2004

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Kirche hilft Schulen beim christlich-islamischen Dialog
Hannover (epd). Die hannoversche Landeskirche will beim Dialog zwischen Christen und Muslimen helfen. Zur Vorbereitung auf das erste Zentralabitur 2006 in Niedersachsen werde die Arbeitsstelle Islam und Migration Mitte Januar eine Publikation mit dem Titel "So fremd - so nah" veröffentlichen, kündigte die Landeskirche am Freitag in Hannover an. Zu den vorgesehenen Abiturthemen im Fach Evangelische Religion gehört der "interreligiöse Dialog zwischen Christentum und Islam".

Für das Zusammenleben der Religionen in der Gesellschaft gebe es keine Alternative als den Dialog, sagte der evangelische Islam-Beauftragte Christoph Dahling-Sander. Seine Arbeitsstelle und das Religionspädagogische Institut der Landeskirche haben für die Broschüre die Konzepte zum unterschiedlichen Verständnis von Gott und Menschen, Tod und Leben, Menschenrechten und Rolle der Frau von christlichen und muslimischen Autoren darstellen lassen.

Ein zweiter Teil bringt nach Angaben der Arbeitsstelle Anregungen bfür die Praxis in Unterricht, Erwachsenenbildung und anderen Bildungseinrichtungen. Weitere Beiträge regten zur Arbeit mit Filmen, Kunst und Literatur an. Die Publikation "So fremd - so nah. Dialog zwischen Christentum und Islam" sei eine bisher einzigartige Hilfestellung für Schüler und Lehrer, aber auch für Kirchen- und Moscheegemeinden. Sie ist für 10 Euro zu bestellen bei der Arbeitsstelle Islam und Migration, Telefon 0511/1241-452 (Fax -941) oder unter islam.migration@kirchliche-dienste.de. (epd
Niedersachsen-Bremen/b3649/10.12.04)

Karten für Kirchentag 2005 als Weihnachtsgeschenk
Fulda/Hannover (epd). Teilnehmerkarten für den 30. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 25. bis 29. Mai 2005 in Hannover gibt es jetzt auch als Weihnachtsgeschenk. Zur Auswahl stünden 2.500 Einzelveranstaltungen vom Diskussionsforum bis zum Großkonzert, teilte der Kirchentag am Donnerstag in Fulda mit. Zum größten Ereignis in Deutschland bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 werden rund 100.000 Teilnehmer erwartet.

Die Karten können unter der Servicenummer 0511/87654-100 oder per E-Mail teilnahme@kirchentag.de angefordert werden. Weitere Informationen unter www.kirchentag.de/teilnahme (epd
Niedersachsen-Bremen/b3634/09.12.04)


Kirchenmusik-Zentrum in Hildesheim zieht Anfangs-Bilanz
Hildesheim (epd). Rund 100 Tage nach seiner Eröffnung hat das Evangelische Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik im Michaeliskloster Hildesheim eine positive Bilanz gezogen. "Es ist ganz erstaunlich, wie der Dreimaster Michaeliskloster mit einigem Rückenwind über das zunehmend offene Meer der kirchlichen Bildungsarbeit schippert", schreibt Leiter Jochen Arnold. Das Zentrum wurde Ende August eröffnet. In den ersten 100 Tagen hatte es nach Angaben vom Donnerstag mehr als 1.300 Übernachtungen.

Auch zahlreiche Tagesbesucher seien im Michaeliskloster zu Gast gewesen, unter anderem die gesamte Pastorenschaft der Sprengel Hildesheim und Calenberg-Hoya. Von Donnerstag an tagt der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in dem ehemaligen Benediktiner-Kloster. Von den eigenen Angeboten der Fortbildungsstätte wurde ein Seminar zum Krippenspiel besonders gut angenommen, berichtet Arnold. Aber auch ein Band-Workshop, ein Gospel-Seminar, eine Fachtagung zur Predigt und ein Seminar über alternative Gottesdienstformen fanden viel Interesse.

Der Team des Zentrums beteiligt sich laut Arnold in großem Umfang an den Vorbereitungen zum Evangelischen Kirchentag 2005 in Hannover.
Unter anderem sind ein "Noah-Musical" und ein "Credo-Konzert" geplant.
Bei einer Liederwerkstatt zum Kirchentag entstanden Lieder "vom Choral bis zur Samba und vom neuen geistlichen Lied bis zum Rap".

Die Fortbildungsstätte in dem mehr als 1.000 Jahre alten Kloster bietet 39 Zimmer mit bis zu 75 Betten. Sie beschäftigt etwa 20 Mitarbeiter und verfügt über sechs Säle, davon zwei schallgedämmt, sowie über eine Spezial-Bibliothek mit rund 25.000 Büchern und 30.000 Notenbänden. Das Zentrum liegt direkt neben der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden St. Michaeliskirche. (epd
Niedersachsen-Bremen/b3631/09.12.04)

Diakoniepastor: Armut wird sich weiter verschärfen
Hannover (epd). Die Armut in Deutschland wird sich nach Ansicht des hannoverschen Sozialpastors Walter Lampe durch die neue Sozialgesetzgebung weiter verschärfen. "Es ist ein Skandal, dass wir in unserer reichen Gesellschaft bereits im 16. Jahr eine Suppenküche für obdachlose Menschen anbieten müssen", sagte Lampe am Mittwoch bei der Wiedereröffnung der ökumenischen Suppenküche in Hannover. In der Landeshauptstadt gebe es rund 2.500 Männer und Frauen ohne Wohnung, davon lebten etwa 300 auf der Straße.

Durch die ökumenische Essensausgabe werde die Armut in der Stadt sichtbar, sagte Lampe weiter: "Die Suppenküche ist ein Signal, dass Armut ein politisches Problem ist, und wir uns im Interesse der Betroffenen einmischen müssen." Der Verlust des Arbeitsplatzes sei der wesentliche Auslöser für Obdachlosigkeit. Diese werde nicht durch mangelnde Arbeitstugenden verursacht, sondern diese Tugenden gingen im Verlauf der Arbeitslosigkeit verloren, betonte Lampe.

Die Zahl der Wohnungslosen werde im neuen Jahr weiter steigen, weil weitaus mehr Menschen in die Sozialhilfe gedrängt würden, so Lampe. Je länger sie von der Sozialhilfe leben müssten, desto größer werde die Armutssituation. Damit verschlechtere sich auch der gesundheitliche und psychische Zustand der Betroffenen.

Zum 16. Mal geben das Diakonische Werk und die katholische St. Clemenspropstei in Hannover die kostenlosen Mahlzeiten aus. Auch die Evangelisch-reformierte Gemeinde beteiligt sich. Nach Angaben Lampes wurden im vorigen Jahr rund 8.000 Essen verteilt. Die Gerichte werden vom Friederikenstift gekocht. Die Suppenküche in den Räumen der St.-Clemens-Propstei ist bis Mitte März täglich außer sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet. Das Projekt koste rund 20.000 Euro und finanziere sich ausschließlich über Spenden (Kontonummer 200 601 233, EKK Hannover, Bankleitzahl 250 607 01). (epd Niedersachsen-Bremen/b3618/08.12.04)

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen


Hans-Georg Ulrichs als WM-Pfarrer eingeführt
Fußball sei "ein starkes Stück Leben", so der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, anlässlich der Einführung des badischen Sportpfarrers Hans-Georg Ulrichs als kirchlichem Beauftragten für die Fußballweltmeisterschaft 2006. Mit der symbolischen Übergabe eines Fußballes wurde Ulrichs am 9. Dezember, im Kirchenamt der EKD in Hannover in sein Amt als Koordinator kirchlicher Aktivitäten in Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Deutschland eingeführt. Für ihn sei es ein Traumjob, "wie ein Stammplatz bei Real Madrid", kommentierte Ulrichs seine neue Aufgabe, die er offiziell ab dem 1. Januar 2005 innehat.
Weitere Informationen zum WM-Pfarrer finden Sie -> im Internet