„So fremd – so nah“

Nachricht 08. Dezember 2004

Publikation zu den elementaren Themen des Dialogs zwischen Christentum und Islam

Den Dialog lernen – das ist die Zielsetzung einer neuen Veröffentlichung der Arbeitsstelle Islam und Migration im Haus kirchlicher Dienste in Kooperation mit dem Religionspädagogischen Institut Loccum. In Schulen und anderen Bildungseinrichtungen will die Publikation die elementaren Grundlagen für einen gegenseitigen Verständigungsprozess zwischen Christen und Muslimen vermitteln.

So fremd – so nah! Für das Zusammenleben in einer Gesellschaft gebe es keine Alternative als den Dialog zwischen Christentum und Islam, so Dr. Christoph Dahling-Sander, Leiter der Arbeitsstelle Islam und Migration. „Die aktuelle Situation von kultureller und religiöser Fremdheit auf der einen und größter Nähe auf der anderen Seite zeigt uns dies unabweisbar.“

Die Beiträge im ersten Teil der Publikation thematisieren die elementaren Grundlagen für den Dialog: Konzepte für die Auseinandersetzung, das unter-schiedliche Gottes- und Menschenverständnis, Tod und Leben, Religion und Moderne, Menschenrechte, Frauenrolle etc. Sie sind jeweils von Christen und Muslimen erarbeitet, um die unterschiedlichen Positionen zur Sprache zu bringen. Inhaltlich orientiert sich dieser Teil an den Vorgaben für das Zentralabitur 2006 in Niedersachsen. Die vorliegende Publikation bietet damit eine bisher einzigartige Hilfestellung für Lehrkräfte sowie für Schülerinnen und Schüler zur Vorbereitung auf das erstmals vorkommende Abiturthema des christlich-islamischen Dialogs.

Dazu kommen im zweiten Teil Anregungen für die Praxis von Kirchen- und Moscheegemeinden sowie anderen Bildungsinstitutionen in der Gesellschaft: Entwürfe für den Unterricht und die Erwachsenenbildung, Beiträge zur Arbeit mit Filmen, Kunst und Literatur sowie handlungsorientierte Vorschläge z.B. für den Besuch von Moscheen und die Durchführung von Projekten.

Die Publikation „So fremd – so nah. Dialog zwischen Christentum und Islam“ ist zum Preis von 10,00 Euro im Haus kirchlicher Dienste erhältlich:
Arbeitstelle Islam und Migration, Fon: 0511/1241-452, Fax: 05 11/12 41-941;
E-Mail: islam.migration@kirchliche-dienste.de