Der lange Weg zum gerechten Frieden

Nachricht 07. Dezember 2004

Tagung im Rahmen der Dekade zur Überwindung der Gewalt

Mehr als 50 Theologen, Friedensexperten, Soziologen, Pfarrerinnen und Pfarrer aus den USA und der Bundesrepublik trafen sich vom 3. bis 5. Dezember im Johannesstift Berlin-Spandau, um unter dem Titel „Der lange Weg zum gerechten Frieden“ über die ökumenische Dekade zur Überwindung von Gewalt in Deutschland und den USA zu diskutieren. Margot Käßmann, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, forderte eine Verstärkung der Dekadeaktivitäten in den Kirchen der Bundesrepublik: Für sie ist Vernetzung zwischen deutschen und amerikanischen Projekten wichtig.

Bei der von der Evangelischen Akademie zu Berlin und der EKD organisierten Tagung betonte der Generalsekretär des National Council of Churches, Bob Edgar, wie wichtig es sei, gerade nach den amerikanischen Präsidentschaftswahlen an die gewaltfreie Friedensarbeit Martin Luther Kings anzuschließen. Die entscheidenden Ziele seien Frieden, Abschaffung der Armut und Bewahrung der Schöpfung. Der südafrikanische frühere methodistische Bischof Peter Storey, der jetzt Theologie an der amerikanischen Duke Universität lehrt, sagte in seinem Vortrag: Die Kirchen in den Vereinigten Staaten müssten sich mit dem eigenen Nationalismus, der eigenen Angst und mit dem Thema Gewalt auseinandersetzen.

Die "Dekade zur Überwindung von Gewalt: Kirchen für Frieden und Versöhnung" ist eine Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), die im Februar 2001 in Berlin ausgerufen wurde. Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) hat die Vereinigten Staaten zum Fokus der Dekade zur Überwindung von Gewalt (2001-2010) für das Jahr 2004 bestimmt. Das Ziel dieses Schwerpunktes sei es, Kirchen und Friedensbewegungen, die in den USA für Frieden und Gerechtigkeit arbeiten, zu ermutigen und den Austausch mit Kirchen weltweit zu fördern, so die Veranstalter. Es gehe auch darum, zu gegenseitiger Verantwortlichkeit aufzufordern und das Verständnis der Kirchen zu den Themen "Macht, Militarismus und Aufbau von Gemeinschaften" zu vertiefen.


Hannover, 6. Dezember 2004

Pressestelle der EKD
Silke Fauzi