Diakonie Hannover fördert "starke Schule" gegen Gewalt

Nachricht 06. Dezember 2004

Hannover (epd). Mit einem Projekt "Starke Schule" will das Diakonische Werk in der Stadt Hannover der Gewalt vorbeugen. Der Sozialpädagoge Thomas Heine stellte am Montag ein Konzept vor, das Schüler, Lehrer und Eltern einbezieht und mit Jugendamt, Jugendgerichtshilfe und Polizei im Stadtteil zusammenwirken soll.
Diakoniepastor Walter Lampe betonte, Gewalt unter Kindern und Jugendlichen an den Schulen sei nicht nur ein Problem sozialer Randgruppen.

Das Diakonische Werk hat laut Lampe im September eine Gewaltpräventionsstelle eingerichtet, die auch das Netzwerk "Courage"
gegen Gewalt in der Stadt koordiniert. Eine Aufgabe dieser auf drei Jahre angelegten Stelle sei das Angebot an die Schulen. In Niedersachsen wird nach Heines Angaben ein Runderlass vorbereitet, der die Gewaltprävention an Schulen zur Pflichtaufgabe macht. Nun könnten sich hannoversche Schulen um die Teilnahme am Projekt "Starke Schule" bewerben.

Mit verschiedenen Bausteinen und berufsübergreifenden, gemeinsamen Fortbildungen will Heine helfen, gemeinsame Strategien gegen Gewalt zu entwickeln. Bei Projekttagen könnten Mittel wie Kampfkunst oder Theaterpädagogik die Fähigkeiten der Schüler bewusst machen und ihnen helfen, Konfliktlösungen ohne Gewalt zu suchen und Grenzen zu ziehen.

Konflikte seien auch Chancen, an denen alle lernen könnten, sagte Heine. Das Projekt wird auf drei Jahre finanziert vom Innovationsfonds der hannoverschen Landeskirche, der Klosterkammer und der Diakonie-Stiftung Hannover. Informationen über das Projekt sind erhältlich unter Telefon 0511/3687-158 sowie unter www.diakonisches-werk-hannover.de. (epd Niedersachsen-Bremen/b3593/06.12.04)

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