Muslime in Niedersachsen gründen Islamforum

Nachricht 23. November 2004

Hannover (epd). Ein Arbeitskreis "Muslime in Niedersachsen/Islamforum" hat sich am Dienstagabend in Hannover gegründet. Er solle einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen leisten, sagte Organisator Henning Schierholz am Mittwoch dem epd. Er gehört zum Vorstand der Dr.-Buhmann-Stiftung für christlich-islamische Verständigung Hannover.
Sie hatte gemeinsam mit dem Interkulturellen Rat Darmstadt zur Gründungsversammlung eingeladen.

Rund 20 Vertreter islamischer Organisationen, christlicher Kirchen und Behörden des Landes waren zur Gründung zusammengekommen, berichtete Schierholz. Zu den teilnehmenden Organisationen gehören die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), die Schura als Landesverband der Muslime Niedersachsen, der Alevitische Bund und der Verband der Islamischen Kulturzentren. Vom Land waren die Ausländerbeauftragte Gabriele Erpenbeck und die Landeszentrale für politische Bildung vertreten sowie die evangelische und die katholische Kirche.

Die Beteiligten verabredeten, sich im nächsten Jahr etwa alle drei Monate in einem Plenum zu treffen. Dabei wollen sie Fragen wie Schul- und Bildungswesen oder die politische Interessenvertretung behandeln.
Laut Schierholz besteht die Gefahr, dass sich durch gegenseitige Abschottung islamistische Tendenzen ebenso verstärken wie Ängste und Vorurteile in der Mehrheitsbevölkerung. Das Islamforum solle das Gespräch miteinander in Gang bringen. (epd
Niedersachsen-Bremen/b3467/24.11.04)