Auf einen Blick (19.11.)

Nachricht 19. November 2004

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Militärdekan Aßmann neuer Superintendent in Hildesheim
Hildesheim/Bonn (epd). Militärdekan Helmut Aßmann aus Bonn wird im März 2005 neuer Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt. Der 46-jährige Theologe übernimmt die Nachfolge von Ulrich Stoebe, der seit August Direktor der Diakonischen Werke Himmelsthür in Hildesheim ist. Aßmann leitete bisher das Personalreferat im Evangelischen Kirchenamt für die Bundeswehr und ist als Dekan für die deutschen Militärpfarrer im NATO-Ausland zuständig, teilte der Kirchenkreis mit.

Helmut Aßmann hat zunächst Physik und Meteorologie studiert und am Max-Planck-Institut in Hamburg mitgearbeitet. Nach seinem Wechsel zur Theologie war er Standort- und Gemeindepfarrer in Munster bei Soltau, bis er 1998 ins Kirchenamt für die Bundeswehr ging. Vom Kirchenkreistag Hildesheim-Sarstedt wurde er mit großer Mehrheit in sein neues Amt gewählt. (epd Niedersachsen-Bremen/b3405/19.11.04)

Viel Zustimmung für Versöhnungsrat Deutschland-Namibia
Bremen (epd). Vertreter aus Namibia und Deutschland sehen in einem Versöhnungsrat die Chance, den Völkermord deutscher Kolonialtruppen vor 100 Jahren an Herero und Nama aufzuarbeiten. Ein solcher Rat müsse breit angelegt werden, sagte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) am Freitag in Bremen. "Alle sollen mitmachen können, keiner soll ausgeschlossen werden", betonte die Ministerin zu Beginn einer dreitägigen internationalen Konferenz, auf der Wege zur Aussöhnung gesucht werden sollen.

Wieczorek-Zeul nahm damit eine Initiative der namibischen Bischöfe Zephania Kameeta und Reinhard Keding auf. Deutlich wurde, dass Deutschland Zahlungen auf der Basis einer juristisch eingeklagten Entschädigung ablehnt. Die Bundesregierung wolle aber parallel zum Versöhnungsdialog ihre Entwicklungszusammenarbeit ausbauen, betonte Wieczorek-Zeul. Von den konkret vereinbarten Schwerpunkten liege ihr die Landreform in Namibia besonders am Herzen. "Land hat mit Würde zu tun, mit Stolz, mit den eigenen Wurzeln in der Tradition."

Bischof Keding sagte dem epd am Rande der Konferenz, die gezielte Förderung einer bestimmten Volksgruppe durch Entschädigungszahlungen sei schädlich für das Zusammenwachsen der Gesellschaft in Namibia. Er regte erneut eine Stiftung für Versöhnung und Entwicklung an. Aus diesem Fonds könnten dann auf nationaler Ebene Entwicklungsprojekte wie der Bau von Brunnen, Schulen oder Gesundheitszentren bezahlt werden.

Kameeta äußerte in einem Gottesdienst vor Beginn der Konferenz die Hoffnung, dass in Bremen ein Durchbruch in der Versöhnung zwischen Deutschland und Namibia gelingt. Das Treffen könnte "der Schlüssel für die Tür zu neuen Beziehungen sein". Der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Rolf Koppe, setzte sich in seiner Predigt dafür ein, Herero und Nama zu entschädigen. Er hoffe, dass den Nachkommen der Opfer des Völkermordes vor 100 Jahren durch Gaben aus dem Volk der Täter Gerechtigkeit widerfahre.

In dem Vernichtungskrieg deutscher Kolonialtruppen (1904-1908) im damaligen Deutsch-Südwestafrika waren nach Schätzungen etwa 65.000 der 80.000 Herero und 10.000 der 20.000 Nama getötet worden. Historiker sprechen vom ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts. Wieczorek-Zeul hatte sich dafür im August bei einer Gedenkfeier in Namibia entschuldigt. Vertreter der Herero hatten die Entschuldigung angenommen, aber auch betont, den Worten müssten nun Taten folgen.
(epd Niedersachsen-Bremen/b3411/19.11.04)

790 Gruppen für Markt der Möglichkeiten beim Kirchentag
Hannover (epd). Rund 790 Gruppen und Organisationen werden beim Kirchentag 2005 in Hannover auf dem "Markt der Möglichkeiten" vertreten sein. Der stärkste Themenbereich mit 315 Anmeldungen stehe unter dem Motto "Wie sollen wir handeln", berichtete Studienleiter Christoph Quarch am Freitag in Hannover vor Journalisten. Die starke Beteiligung von Eine-Welt-Gruppen und Globalisierungskritikern liege in der weltoffenen Tradition des Kirchentages wie auch von Hannover als der Expo-Stadt 2000.

Der 30. Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 25. bis 29. Mai in Hannover statt. Der "Markt der Möglichkeiten" als Forum engagierter Gruppen hat laut Quarch auch einen Schwerpunkt beim Thema Spiritualität und gelebter Glauben. Ein bedrückendes Signal nannte es der Studienleiter beim Kirchentag, dass sich keine interreligiöse Initiative für den Dialog zwischen Christentum und Islam angemeldet habe. Das Thema werde beim Kirchentagsprogramm jedoch eine Rolle spielen. Man suche derzeit den Kontakt zu Moslems in der Region.

Zu einem ersten Markttreffen in Hannover waren rund 400 Teilnehmer aus den beteiligten Gruppen gekommen. Aus dem katholischen Raum seien nach dem Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin deutlich mehr Gruppen als sonst zum Markt auf dem evangelischen Kirchentag angemeldet, sagte Quarch. Aus der Region Niedersachsen stammten rund 30 Prozent der Teilnehmer, aus den neuen Bundesländern etwa 20 Prozent, berichtete Sabine Rüdiger-Hahn als Vorsitzende der Projektleitung.

Zum ersten Mal bietet der Kirchentag für den Markt unterschiedliche Standgrößen an, die bei 16 Quadratmetern beginnen. Man hoffe, den ganzen Markt auf mehr als 20.000 Quadratmetern in einer Messehalle zusammenfassen zu können, sagte Quarch. Der Markt der Möglichkeiten solle "ein Umschlagplatz für Werte, Visionen und Träume" sein. (epd
Niedersachsen-Bremen/b3412/19.11.04)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen


Thema des nächsten Talks "Offen gesagt..." am 21.11. um 14.15 Uhr auf N3 ist "Unfallopfer – zwischen Hass und Vergebung". -> Weitere Infos: www.offen-gesagt.de

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