Auf einen Blick (erg. 17.11. /2)

Nachricht 17. November 2004

Advent ist im Dezember!
www.Advent-ist-im- Dezember.de



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Weihnachtsgottesdienste eintragen! www.weihnachtsgottes- dienste.de

Thema des nächsten Talks "Offen gesagt..." am 21.11. um 14.15 Uhr auf N3 ist "Unfallopfer – zwischen Hass und Vergebung". -> Weitere Infos: www.offen-gesagt.de

Das aktuelle Stichwort: Ewigkeitssonntag
Stade/Elbe-Weser (epd). Am letzten Sonntag des Kirchenjahres, dem Ewigkeits- oder Totensonntag (21. November), gedenken evangelische Christen der Verstorbenen. Sie besuchen die Friedhöfe, um die Gräber ihrer Angehörigen mit Blumen und Tannengrün zu schmücken. In den Gottesdiensten stehen die Endlichkeit des Lebens sowie Trauer, Abschied und Tod im Mittelpunkt.

Ursprünglich geht der Gedenktag auf das Anliegen der Reformatoren zurück, sich von dem "unerwünschten Gräber- und Totenkult" der katholischen Kirche am Festtag Allerseelen abzugrenzen. Der letzte Sonntag des Kirchenjahres wurde als Termin gewählt, weil die gültige Gottesdienstordnung dafür den Textabschnitt vom "Jüngsten Gericht" vorsieht.

Die kirchlichen Trauertage und die bewusste Anerkennung des Todes als Grenze des Lebens soll zu einem achtsamen Umgang mit der Lebenszeit ermutigen. Der Ewigkeitssonntag war bereits seit 1814 in Sachsen-Altenburg üblich. Zwei Jahre später führte ihn der preußische König Friedrich Wilhelm III. zur Erinnerung an die Befreiungskriege gegen Frankreich und als "Feiertag zum Gedächtnis der Entschlafenen"
ein. (epd Niedersachsen-Bremen/b3357/16.11.04)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

Holze-Stäblein: Gesellschaft braucht mehr Mut zu Kindern
Aurich (epd). Die ostfriesische Landessuperintendentin Oda-Gebbine Holze-Stäblein hat eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefordert. Die Familie sei kein Privatvergnügen, sondern müsse als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen werden. "Unsere Gesellschaft braucht mehr Mut zu Kindern", sagte die Theologin am Mittwochabend bei ihrem traditionellen Empfang zum Buß- und Bettag in Aurich vor Vertretern der Öffentlichkeit.

Europa stehe vor dem größten demographischen Wandel in der Geschichte, sagte die Landessuperintendentin. Die Zahl der alten und hoch-alten Menschen werde sich in den kommenden 40 Jahren dramatisch erhöhen. Ein erster Schritt zur Stärkung der Familien werde am kommenden Montag mit der Gründung des Ostfriesischen Bündnisses für Familie gemacht. Ein breiter Zusammenschluss von Wirtschaft und Politik wolle damit die Familienfreundlichkeit in der Region voran bringen. Dabei sei auch die Kirche gefordert: Gemeindehäuser müssten sich zu Zentren der Nachbarschaft und der Generationen entwickeln.

Weiter warnte Holze-Stäblein vor einer Konfrontation zwischen dem Christentum und dem Islam. Angesichts der jüngsten Anschläge auf Kirchen und Moscheen in den Niederlanden sei eine faire Auseinandersetzung zwischen den beiden Weltreligionen gefordert. Die Integration der großen Mehrheit der friedlichen und nicht fundamentalistisch gesonnenen Muslime in Deutschland müsse stärker vorangetrieben werden. (epd Niedersachsen-Bremen/b3377/17.11.04)

„Recht ströme wie Wasser“: Die aktuelle Losung der Ökumenischen FriedensDekade stand in diesem Jahr über dem Gottesdienst am Buß- und Bettag mit Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann: -> die Predigt im Wortlaut

Kirche und Politik im Dialog: Über den Tag hinaus denken
Hannover (epd). Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann und Landtagspräsident Jürgen Gansäuer haben Politik und Kirche aufgefordert, über die Tages- und Sachzwänge hinaus zu denken. In einer Dialogpredigt am Buß- und Bettag in Hannover erinnerten sie an die Geschichte des Glaubens und der Freiheit. Diese Erinnerung sei nötig, um die Zukunft zu gestalten und den Fragen der jungen Generation gerecht zu werden.

Das Motto des Kirchentages 2005 in Hannover, "Wenn dein Kind dich morgen fragt...", macht laut Gansäuer deutlich, "dass wir uns nicht nur dafür einsetzen dürfen, wofür es ohnehin schon eine breite Mehrheit gibt". Der CDU-Politiker mahnte, sich auch dann nicht beirren zu lassen, "wenn andere kurzsichtig um die goldenen Kälber unserer Zeit zu tanzen bereit sind".

Das Eingeständnis eigener Schuld werde heute gern als Schwäche ausgelegt, sagte Gansäuer und mahnte, wer die Fehlbarkeit des Menschen leugne, sei zu wahrer Menschlichkeit kaum fähig. Die evangelische Regionalbischöfin Spieckermann sprach von den "unruhigen Fragen" nach dem sozialen Umbau der Gesellschaft, der politischen Rückkehr rechtsradikaler Parteien und der Sorge vor gewalttätigen Auseinandersetzungen wie in den Niederlanden. Sie rief dazu auf, "mehr Gott zu wagen" in Kirche, Bildung und Politik. (epd
Niedersachsen-Bremen/b3360/17.11.04)

"Lebendige Volkskirche" mit neuem Vorsitzenden
Hannover (epd). Superintendent Frank Frühling aus Holzminden ist neuer Vorsitzender der kirchenpolitischen Vereinigung "Lebendige Volkskirche" (LVK). Wie die LVK am Dienstag mitteilte, wurde der 48-jährige promovierte Theologe von der Mitgliederversammlung in Hannover einstimmig als Nachfolger von Hans-Christian Biallas gewählt.
Der 47-jährige Pastor und CDU-Landtagsabgeordnete aus Cuxhaven hatte die Vereinigung seit acht Jahren geleitet und kandidierte wegen zusätzlicher Aufgaben im Landtag nicht mehr.

Neu im Vorstand sind nach Angaben der LVK Rechtsanwältin Viva Volkmann aus Verden und der Kirchenbeamte Rüdiger-Mirco Nijenhof aus Hildesheim. Die "Lebendige Volkskirche" ist neben der "Gruppe Offene Kirche" eine der beiden kirchenpolitischen Vereinigungen in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. (epd Niedersachsen-Bremen/b3344/16.11.04)

Landesbischöfin: Mehr Frauen an die Macht
Bremen (epd). Frauen sollten nach Auffassung der hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann vermehrt Spitzenpositionen in Politik und Wirtschaft anstreben. Frauen orientierten sich in ihrer Arbeit mehr als Männer an sozialer Gerechtigkeit, sagte Käßmann am Montagabend bei einem Vortrag in der evangelischen St.-Stephani-Kirche Bremen. "Nicht die Gewinnmaximierung für wenige Menschen, sondern die soziale Gerechtigkeit für alle ist die globale Herausforderung des 21.
Jahrhunderts."

Frauen müssten ihre Vorbehalte gegen Machtpositionen ablegen und sich weltweit gegenseitig unterstützen, um mehr Einfluss zu gewinnen, betonte Käßmann. Die ökumenische Bewegung der Kirchen könne die Zusammenarbeit der Frauen verstärken. Käßmann nannte in diesem Zusammenhang die Anti-Apartheid-Bewegung und die kirchliche Kampagne für soziale und ökologische Arbeitsbedingungen in der Textilbranche als gelungene Beispiele.

Die Bischöfin kam aus Anlass des 75. Geburtstages von Rita Korhammer in die Stephani-Kirche. Korhammer gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten, die in den zurückliegenden Jahrzehnten durch ihre ehrenamtliche Mitarbeit das Gesicht der Bremischen Evangelischen Kirche geprägt haben. Sie engagierte sich in der evangelischen Frauenhilfe und war zusammen mit Käßmann 1983 Delegierte der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen im kanandischen Vancouver. (epd
Niedersachsen-Bremen/b3347/16.11.04)