Diakonie in Niedersachsen rückt zusammen

Nachricht 05. November 2004

Braunschweig (epd). Die fünf Diakonischen Werke in Niedersachsen wollen enger zusammenarbeiten. Der Direktor des Diakonischen Werkes der braunschweigischen Landeskirche, Lothar Stempin, äußerte sich jedoch zurückhaltend gegenüber einem Zusammenschluss und sprach sich für "neue Allianzen in regionalen Strukturen" aus.

Die Frage des Zusammenschlusses "steht im Raum", sie sei aber für ihn nicht die zentrale Frage, sagte Stempin auf der Mitgliederversammlung in Braunschweig. Er wies dabei auf die unterschiedlichen Größen der Verbände in Braunschweig, Oldenburg, Stadthagen, Leer und Hannover hin.

Stempin erwähnte, dass bereits jetzt die Diakonie in ihrer Arbeit die Grenzen der Landeskirchen überschreite. Er nannte als Beispiel die Jugendhilfe. Zu den 83 Mitgliedern des Diakonischen Werkes der braunschweigischen Landeskirche gehört auch die Stiftung Wohnen und Beraten in Braunschweig, die eng mit den Diakonischen Heimen Kästorf in der hannoverschen Landeskirche verbunden ist. Ein weiteres Mitglied, die Evangelische Stiftung Neuerkerode, hat das "Haus der helfenden Hände" in Königslutter-Beienrode (Landeskirche Hannover) übernommen.

Es müssten aber "noch einige Schlagbäume abgebaut" werden, kommentierte der Vorsitzende der Mitgliederversammlung, Klaus Germer, den mündlichen Bericht des Direktors. In seinem schriftlichen Lagebericht erwähnte Stempin, dass das Diakonische Werk die Finanzschwäche der öffentlichen Hand durch Kürzungen zu spüren bekomme.
Gleichzeitig werde aber der bisherige Handlungsspielraum der Wohlfahrtsverbände durch den Übergang vom Wohlfahrtsstaat zu einem Sozialmarkt weiter eingeschränkt. (epd Niedersachsen-Bremen/b3232/03.11.04)
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