Missionswerk will weiter Pastoren für Übersee ausbilden

Nachricht 11. Oktober 2004

Lüneburg (epd). Das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen will seine eigene theologische Ausbildungsstätte behalten. Für den Erhalt des Missionsseminares in Hermannsburg sprachen sich Freunde und Förderer des Werkes am Wochenende beim Missionstag in Hermannsburg aus. Es müsse jedoch beraten werden, in welcher Form die Ausbildungsstätte für Missionare weiter geführt werde, sagte Missionsdirektorin Martina Helmer-Pham Xuan.

Hintergrund für die Diskussion seien Sparzwänge, erläuterte Helmer-Pham Xuan. Wegen sinkender Zuschüsse der Trägerkirchen Braunschweig, Hannover und Schaumburg-Lippe müsse das Werk bis 2006 mehr als eine Million Euro einsparen. "Alle Arbeitsbereiche werden genau überprüft." Die Theologen-Ausbildung in Hermannsburg sei teurer als ein Universitätsstudium. Sie bereite jedoch intensiver auf die besonderen Herausforderungen der Arbeit im Ausland vor.

"Es gibt bisher keine Alternative, um unseren Auftrag gegenüber den Partnerkirchen qualifiziert zu erfüllen", sagte Helmer-Pham Xuan. Zurzeit studieren 37 Männer und Frauen in Hermannsburg. Das vor mehr als 150 Jahren gegründete Missionsseminar ist die einzige landeskirchliche Einrichtung, die bis heute gezielt Pastorinnen und Pastoren für den Dienst in Übersee ausbildet. (epd Niedersachsen-Bremen/b2963/11.10.04)

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