Holze-Stäblein: Gemeinden müssen auf Menschen zugehen

Nachricht 23. September 2004

Potshausen /Kr. Leer (epd). Landessuperintendentin Oda-Gebbine Holze-Stäblein hat die Kirchengemeinden in Ostfriesland aufgefordert, sich nicht mehr nur auf die Versorgung durch die Landeskirche zu verlassen. Jede Gemeinde müsse sich über neue Ressourcen Gedanken machen und dabei auf die Menschen zugehen, sagte die Regionalbischöfin aus Aurich am Mittwoch vor der Versammlung aller lutherischen Pastoren Ostfrieslands in Potshausen. Auch vielen Pastoren falle es schwer, auf andere Menschen zuzugehen. "Wir haben da Defizite, die wir angehen müssen", sagte Holze-Stäblein.

Der Fundraising-Beauftragte der Landeskirche, Pastor Paul Dalby, warb vor der Pastorenschaft, die Möglichkeiten zur Spendenwerbung verstärkt zu nutzen. "Fundraising ist das Prinzip, zu bitten und nicht zu betteln", sagte er. Die Menschen seien bereit, für konkrete und befristete Zwecke zu spenden.

Als Beispiel nannte Dalby so genannte Kollektenbons, die in einigen Landeskirchen mit großen Erfolg verkauft würden. Die Bons könnten im Gemeindebüro gegen eine Spendenquittung erworben werden, die auch vom Finanzamt anerkannt werde. Der Käufer gibt sie dann im Gottesdienst in die Kollekte. Das Kollektenaufkommen sei so um bis zu 20 Prozent gesteigert worden. In der hannoverschen Landeskirche werde ein ähnliches Projekt für das kommende Jahr angedacht.

Auch bei anderen Spendenaktionen gehe es nicht ohne den persönlichen Kontakt zu den Menschen, betonte Dalby: "Dazu gehören so selbstverständliche Dinge wie mindestens ein Dankesschreiben nach einem Spendeneingang". (epd Niedersachsen-Bremen/b2771/22.09.04)

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