Landesposaunenwart wird mit Gottesdienst eingeführt

Nachricht 21. September 2004

Verden/Elbe-Weser-Raum. Am kommenden Sonntag, den 26. September wird Landessuperintendent Manfred Horch (Stade) im Dom zu Verden den neuen Landesposaunenwart für den Sprengel Stade offiziell mit einem Gottesdienst in sein Amt einführen. Mit dabei sein werden mehr als 100 Bläserinnen und Bläser aus dem gesamten Elbe-Weser-Dreieck. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst, der um 16.00 Uhr beginnt, außerdem vom Verdener Kirchenmusikdirektor Tillmann Benfer. Aus Hildesheim reisen der Direktor des Zentrums für Gottesdienst und Kirchenmusik im Michaeliskloster Dr. Jochen Arnold sowie der Landesobmann des Posaunenwerks der hannoverschen Landeskirche Wolfgang Gerts an.

Der Bundesobmann des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland Friedemann Schmidt-Eggert wird ebenso anwesend sein wie die Landesposaunenräte Marion Wunderlich und Ingo Müller.

Seit mehr als einem Jahr ist Reinhard Gramm bereits im Sprengel Stade als neuer Landesposaunen-wart tätig und damit zuständig für über 120 Posaunenchöre der evangelisch-lutherischen Kirche im gesamten Elbe-Weser-Gebiet. Mehr als 2.000 Bläserinnen und Bläser zwischen Cuxhaven und Buxtehude, Verden und Rotenburg betreut der 43jährige Musiker, der mit seiner Familie in Geversdorf bei Cadenberge im Landkreis Cuxhaven wohnt. „Gerade die Ausbildung von Nachwuchsbläsern und der gute persönliche Kontakt zu den Chören vor Ort ist mir besonders wichtig“, umschreibt der Musik-Pädagoge die Ziele seiner Arbeit. Nach wie vor wachse die Posaunenarbeit, die „von Kindern über Jugendliche bis ins Seniorenalter hinein viele Generationen in einem Chor zusammenführt“. Gramm, der auch selber komponiert, spielt in seiner Freizeit in verschiedenen norddeutschen Blechbläser-Ensemblen die Posaune. Seine musikalischen Vorlieben gelten dem Swing und der Gospel-Musik, aber auch im Bereich der Choralbearbeitungen und der klassischen Musik ist er ein Fachmann.

In der hannoverschen Landeskirche sind insgesamt sieben Landesposaunenwarte jeweils mit einer ganzen Stelle tätig. Zu ihren Aufgaben gehört neben der Ausbildung von Nachwuchsbläsern die fachliche Betreuung und Schulung der Bläserinnen und Bläser.

Um die vorhandenen Personalstellen in der Posaunenarbeit zu sichern und insbesondere die Nachwuchsarbeit weiter auszubauen, wurde im vergangen Jahr ein Förderverein unter dem Vorsitz von Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen (Lüneburg) gegründet. Unter den insgesamt 14.000 Bläserinnen und Bläsern der hannoverschen Landeskirche sind allein 4.000 Kinder und Jugendliche, mehr als die Hälfte aller Aktiven ist jünger als 40. Unter dem Stichwort „Posaunenwerk“ ist ein Spendenkonto bei der EKK Hannover (BLZ 25060701, Kto Nr. 619450) zur Förderung dieser Arbeit eingerichtet.