Landesbischöfin verkauft "Weltbevölkerungsbrot"

Nachricht 17. September 2004

Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat am Freitag den Verkauf von "Weltbevölkerungsbroten" zugunsten junger Menschen in Ostafrika eröffnet. Der Kaufpreis der Brote soll in voller Höhe einem Beratungsprojekt der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung zugute kommen, das Jugendliche vor ungewollten Schwangerschaften und Aids schützen will. Zum Auftakt wurden in der hannoverschen Innenstadt 500 Brote zum Preis von jeweils drei Euro angeboten.

"Unsere Kirche tritt aktiv dafür ein, dass afrikanische Frauen Zugang zu Verhütungsmitteln haben", sagte die evangelische Bischöfin.
Sie gehört zum Kuratorium der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung und stand selbst hinter dem Verkaufstresen. Nach Angaben der in Hannover ansässigen Stiftung sind in Kenia, Tansania, Uganda und Äthiopien 15 bis 20 Prozent der Zehn- bis 24-Jährigen mit dem Aids-Virus infiziert. Alle
14 Sekunden stecke sich weltweit ein Mensch mit Aids an.

Um dies zu verhindern, bildet die Stiftung in Afrika so genannte Jugendberater aus, die mit Gleichaltrigen über Sexualität reden. Die Idee zu der Benefizaktion hatte der hannoversche Bäcker Gerhard Bosselmann, der früher drei Jahre lang Entwicklungshelfer in Zaire und Brasilien war. Er verwendet für das Brot ausschließlich Getreide aus der Dritten Welt: Hirse, Sesam und Leinsamen. Das Brot wird etwa eine Woche lang in den 15 Bosselmann-Filialen in Hannover verkauft. (epd Niedersachsen-Bremen/b2704/17.09.04)

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