Diakonie Kästorf will 100 neue Jobs anbieten

Nachricht 06. September 2004

Gifhorn (epd). Die Diakonischen Heime Kästorf in Gifhorn wollen mindestens 100 Ein-Euro-Jobs für Empfänger des Arbeitslosengeldes II anbieten. Die Gespräche mit der Bundesagentur für Arbeit seien fast abgeschlossen, sagte Vorstandsmitglied Hans-Peter Hoppe am Montag bei der Vorlage des Jahresberichtes 2003/2004.

Die zusätzlichen öffentlich geförderten Stellen seien jedoch nicht als Billig-Jobs gedacht, sondern als Qualifizierungsmaßnahme für Tätigkeiten in der Pflege, in der Hauswirtschaft oder im Handwerk, erläuterte Hoppe. Mit 1.059 Beschäftigen sind die Diakonischen Heime Kästorf einschließlich ihrer Diakonischen Betriebe und der Stiftung Wohnen und Beraten der zweitgrößte Arbeitgeber im Landkreis Gifhorn.

"Massiv bedroht" sind dem Bericht zufolg die Tagestreffpunkte für Wohnungslose, die die Stiftung Wohnen und Beraten in mehreren Städten des Regierungsbezirkes Braunschweig unterhält. Mit den Kommunen werde derzeit über die Finanzierung verhandelt, teilte Hoppe mit.

Die Städte hatten ihren Finanzierungsanteil zum Teil über die Bereitstellung von Arbeitsgelegenheiten im Rahmen der "Hilfe zur Arbeit" erbracht. Dies war vom Landesrechnungshof beanstandet worden, weil es sich dabei um Landesmittel handelte. Vorgesehen sei aber eine Finanzierung zu jeweils 50 Prozent durch Land und Kommune.

Hoppe und sein Vorstandskollege Udo Brüning bezeichneten das Ergebnis ihrer diakonischen Unternehmensgruppe als zufriedenstellend. Die Gesamtleistung von knapp 56 Millionen Euro liege um rund 7,3 Prozent über der des Vorjahres. Für die klassischen Bereiche der
Wohnungslosen- und Altenhilfe betrage der Zuwachs nur 1,3 beziehungsweise 1,8 Prozent. Er bleibe damit hinter den Kostensteigerungen zurück.

Brüning und Hoppe kündigten an, neue Wachstumsfelder zu suchen und mit anderen diakonischen Einrichtungen zusammenzuarbeiten. Eine Chance sehen sie in der vorhandenen Mischung aus stationären, teilstationären und ambulanten Diensten. (epd Niedersachsen-Bremen/b2597/06.09.04)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen