Landeskirche Hannover befragt ihre 2.000 Pastoren

Nachricht 02. September 2004

Hannover (epd). Die rund 2.000 Pastorinnen und Pastoren der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers erhalten in diesen Tagen einen Fragebogen. Auf 16 Seiten sollen sie Fragen beantworten, die vom Berufsalltag über Zufriedenheit bis hin zu Zukunftsperspektiven reichen.

Das Landeskirchenamt und der Pastorenausschuss wollen mit dieser gemeinsamen Befragung analysieren, wie es den Pastoren in ihrem Beruf geht, und Perspektiven für die zukünftige Gestaltung gewinnen, teilten sie am Donnerstag in Hannover mit.

Landesbischöfin Margot Käßmann hat die Pastoren der mit 3,1 Millionen Mitgliedern größten deutschen Landeskirche in einem Begleitschreiben zur Beteiligung an der Umfrage aufgerufen. Sie solle die Grundlage liefern, um "eine vielfältige und gründliche Diskussion über die Zukunft des Berufs und seiner Rahmenbedingungen zu führen". Erste Ergebnisse sollen im Juli nächsten Jahres veröffentlicht werden.

In den evangelischen Kirchen von Hessen-Nassau und Kurhessen- Waldeck hatten die Pastorenausschüsse als Vertretung der Pfarrer mit Umfragen eine überwiegende Berufszufriedenheit der Pastorinnen und Pastoren festgestellt. In der hannoverschen Landeskirche verantworten zum ersten Mal Landeskirchenamt und Pastorenausschuss die Umfrage gemeinsam.
Betreut wird die Untersuchung vom Institut für Wirtschafts- und Sozialethik in Marburg. Ihre Kosten sind auf 45.000 Euro veranschlagt.

Martin Schindehütte, geistlicher Vizepräsident des hannoverschen Landeskirchenamtes, sagte dem epd, die Pastoren hätten sich in den letzten Jahrzehnten tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen stellen müssen. Pastor Herbert Dieckmann (Hameln) als Vorsitzender des Pastorenausschusses beklagte, die beruflichen Rahmenbedingungen hätten sich unter anderem durch Stellenkürzungen dramatisch verschlechtert. (epd Niedersachsen-Bremen/b2551/02.09.04)
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