Osnabrücker Regionalbischöfin für ökumenisches Gymnasium

Nachricht 13. August 2004

Osnabrück (epd). Die Osnabrücker evangelische Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke hat sich für die Einrichtung eines ökumenischen Gymnasiums ausgesprochen. "Das ist mein Traum", sagte sie im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag-Ausgabe). Die Kirchen könnten so gemeinsam gegen die Ausgrenzung von Ausländern kämpfen. Aber auch ein rein evangelisches Gymnasium in Osnabrück könne sie sich gut vorstellen.

Die Regionalbischöfin betonte darüber hinaus, dass die Kirche angesichts der bevorstehenden Sozialreformen in Einzelfällen helfen werde. Allerdings müsse auch die Kirche sparen. Sie könne nicht "die Aufgaben übernehmen, aus denen sich der Staat zurückzieht", so Janssen-Reschke.

Verständnis äußerte sie für die Proteste im Osten. Auch sie selbst würde bei den Montagsdemonstrationen mitmarschieren, sagte sie. Die Bundesregierung sei allerdings nicht mit dem DDR-Regime vergleichbar. Aber der Ärger der Bürger sei ähnlich groß. Von der Bundesregierung forderte Janssen-Reschke eine Politik, die auch die Wohlhabenden belaste. (epd Niedersachsen-Bremen/b2388/13.08.04)


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