Förderstiftung soll Arbeit der Akademie Loccum sichern

Nachricht 11. August 2004

Loccum/Kr. Nienburg (epd). Mit einer Förderstiftung will die Evangelische Akademie Loccum ihre Arbeit langfristig absichern. Die "Corvinus-Stiftung" soll das vierte Standbein der Finanzierung neben Zuschüssen, Teilnehmer-Beiträgen und Drittmitteln werden, sagte Akademie-Direktor Fritz Erich Anhelm am Dienstag dem epd. Als Anfang zahlten 21 Stifterinnen und Stifter 35.000 Euro auf ein Treuhandkonto ein. Anhelm nannte diesen Start "sehr erfolgversprechend".

Die Stiftung soll voraussichtlich 2005 gegründet werden. Untere Grenze dafür sei ein Volumen von 100.000 Euro. Zwar sei die finanzielle Lage der Akademie derzeit nicht bedrohlich. "Wir rechnen aber nicht damit, dass die Kirchensteuer nach oben explodiert", so Anhelm: "Sie wird eher zurückgehen." Zinserträge aus der Stiftung könnten einen Teil der Personalkosten decken oder internationale Tagungen mitfinanzieren. Bei diesen Tagungen fielen zahlreiche Reisekosten und Kosten für Dolmetscher an.

Um mögliche Stifter zu beraten, ließ sich eine Mitarbeiterin der Akademie berufsbegleitend fortbilden. Der Namenspatron der Stiftung, Antonius Corvinus (1501-1553), war Landessuperintendent in Calenberg-Göttingen und wirkte bei der Einführung der Reformation in Niedersachsen mit. Als 18-Jähriger trat er ins Zisterzienserkloster Loccum ein. Die Akademie wurde 1946 mit dem offiziellen Namen "Corvinus-Akademie" in Hermannsburg bei Celle gegründet, bevor sie 1952 nach Loccum umzog. (epd Niedersachsen-Bremen/b2355/10.08.04)

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