Olympia-Pfarrer kümmern sich um Sportler in Athen

Nachricht 05. August 2004

Sportpfarrer Klaus-Peter Weinhold in Athen

Der evangelische Theologe Klaus-Peter Weinhold und sein katholischer Kollege Hans-Gerd Schütt begleiten vom 13. bis zum 29. August die deutsche Mannschaft in Athen.
In der „Heimat der Olympischen Spiele“ wird der Referent für Freizeit, Sport und Jugend im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) allerdings nicht um Medaillen kämpfen. Er kümmert sich zusammen mit seinem katholischen Kollegen Hans-Gerd Schütt seelsorgerlich um die bundesdeutsche Mannschaft. Zu Ihren Aufgaben gehört auch die Präsenz im „religiösen Zentrum der “olympischen Spiele“, wo für Sportler und Betreuer ein umfassendes Angebot in der Zusammenarbeit verschiedener Religionen angeboten wird. Während der anschließenden Paralympics wird für die evangelische Kirche die hessische Pfarrerin Claudia Rudolff in Athen sein.

Es sei schön, dass die Olympiade wieder nach Hause komme, weiß Weinhold, der selbst einmal Mitglied der Volleyball-Nationalmannschaft war. Es sei ein besonderes Erlebnis für die Marathonläufer auf der Originalstrecke zu laufen, für die Bogenschützen im antiken Stadion den Bogen zu spannen und für die Radfahrer im Schatten der Akropolis zu starten. Aber die Olympischen Spiele bergen nicht nur diese besonders schönen Momente, sondern während der Olympiade und der anschließenden Paralympics gebe es immer wieder genügend Anlass für persönliche und begleitende Gespräche, erklärt Weinhold. Darunter falle nicht nur das befreiende Gespräch nach einer Niederlage, sondern eben auch das Überbringen schlechter Nachrichten aus der Heimat oder die Frage, wie es für den einen oder anderen nach den Spielen weitergehe.

Für Sportpfarrer Klaus-Peter Weinhold ist dies nach Barcelona, Lillehammer, Atlanta, Nagano, Sydney und Salt Lake City der siebte Einsatz bei Olympischen Spielen. Viele der Sportlerinnen und Sportler kennen den Seelsorger. Doch er weiß auch, zur Mannschaft gehören nicht nur die, die im Rampenlicht stehen, sondern viele andere, die im Hintergrund dafür sorgen, dass die sportlichen Leistungen stimmen können. Sie alle gehören zu seiner Gemeinde auf Zeit.


Hinweis:
Ab dem Start der Olympischen Spiele wird die EKD im Internet regelmäßig die besondere Sicht des Sportpfarrers auf Ereignisse am Rand der olympischen Spiele veröffentlichen: http://www.ekd.de/olympia.


Kirchenamt der EKD
Pressestelle
Marianne Backhaus
4. August 2004