Käßmann bleibt gerne Landesbischöfin und nimmt Bild-Vorschlag mit Humor

Nachricht 03. August 2004

Hannover (epd). Mit Humor hat die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann auf den Vorschlag der Bild-Zeitung reagiert, sie solle Bundesfamilienministerin werden. "Es freut mich, dass Bischöfinnen auch für Herausforderungen außerhalb der Kirche als geeignet erscheinen", sagte sie am Dienstag auf epd-Anfrage. Zugleich erklärte sie: "Ich bin gern Landesbischöfin in Hannover und bleibe das auch."

Die Bild-Zeitung hatte am Dienstag fünf Namen für eine Kabinetts-Umbildung im Herbst in Berlin ins Gespräch gebracht. Sie schlug die 46-jährige parteilose Landesbischöfin als Nachfolgerin von Familienministerin Renate Schmidt (SPD) vor. Käßmann kenne die Sorgen von Familien, weil sie seit 23 Jahren verheiratet sei und vier Töchter habe.

Die "streitbare Christin", die ein Kopftuch-Verbot für muslimische Lehrerinnen befürworte, wäre eine "Powerfrau für Frauen", heißt es. Neben Käßmann brachte die Bild-Zeitung die Sozialdemokraten Henning Scherf, Klaus von Dohnanyi, Gesine Schwan und Bert Rürup für die Ressorts Finanzen, Aufbau Ost, Bildung und Soziales ins Gespräch. (epd Niedersachsen-Bremen/b2288/03.08.04)


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