Osnabrücker Regionalbischöfin Janssen-Reschke wird 60

Nachricht 31. Juli 2004

Osnabrück (epd). Die Osnabrücker Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke wird am 1. August 60 Jahre alt. Sie war im Februar 1998 die erste Frau, die in der hannoverschen Landeskirche als Regionalbischöfin die Leitung eines Sprengels übernahm. Schon in den Jahren zuvor, als Superintendentin des Kirchenkreise Hannover-Nordost, hatte sie sich als Vorreiterin für die Gleichberechtigung in der Kirche gesehen.

"Es gibt zu wenig Frauen, die in der Kirchenführung mitmischen", hatte die Theologin 1994 in einem Interview gesagt. Sie war damals die zweite Frau als Superintendentin. Sie hatte ihrer Berufung 1993 unter der Bedingung zugestimmt, dass weitere Frauen folgten.
Mittlerweile werden neun der 59 Kirchenkreise von Frauen geleitet.
Mit Ingrid Spieckermann in Hannover und Oda-Gebbine Holze-Stäblein in Osfriesland werden inzwischen drei der acht Sprengel in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers von Frauen geleitet.

Die Osnabrücker Regionalbischöfin ist in Ostpreußen geboren und in Hildesheim aufgewachsen. Studiert hat sie in Göttingen, Mainz und Berlin. Sie war Pastorin in Ostfriesland und Bremerhaven. Dort ließ sie sich berufsbegleitend zur Krankenhausseelsorgerin und pastoralpsychologischen Beraterin ausbilden. Im Sprengel Osnabrück leitet sie sechs Kirchenkreise mit 117 Gemeinden. Janssen-Reschke ist verheiratet und hat einen Sohn. (epd Niedersachsen-Bremen/b2250/28.07.04)

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