Auf einen Blick (30.6.)

Nachricht 30. Juni 2004

Telefonseelsorge mit neuer Chat-Technik am Start

Die Telefonseelsorge Deutschland startet am 1. Juli mit einer neuen Technik die Beratung per Chat im Internet. Ratsuchende können in direkten Kontakt mit beratenden Personen treten und sich in Echtzeit austauschen. Dabei genießen sie ein noch höheres Maß an Sicherheit und Anonymität als bisher. Grundlage für die neue Chat-Technik ist ein verschlüsselter Datentransfers, mit dem bereits in der Beratung per Email seit September 2002 gute Erfahrungen gemacht werden.

Unter www.telefonseelsorge.de können Ratsuchende nun zwischen einer Mail- oder einer Chatberatung auswählen.

Hintergrundinformationen im Internet:

Zusammenfassung des Datenschutz- und Sicherheitskonzepts der Telefonseelsorge
www.sewecom.de/telefonseelsorge/sicherheitskonzept

Kooperatives Netz der Evangelischen Kirche als Sicherheits-Provider der Telefonseelsorge: www.kondek.de

Kirche führt in Hannover neue Schausteller-Pastorin ein

Hannover (epd). Autoscooter, Schießbuden und Geisterbahnen sind ihre Welt: Pastorin Regina Hallmann (45) wird am 6. Juli auf dem weltgrößten Schützenfest in Hannover als neue Circus- und Schausteller-Seelsorgerin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eingeführt. Bislang betreute sie eine Gemeinde in München, teilte die EKD am Dienstag mit.

Anfang Mai hat Hallmann ihren Dienst angetreten. Zu ihren ersten Terminen gehörte die Taufe eines Kindes im Fahrgeschäft seiner Eltern: mit dem Altar vor der Kasse und der Gemeinde in den Wagen. Hallmann ist Nachfolgerin von Pastor Klaus Biehl in der Region Nord der Schausteller-Seelsorge, die von der dänischen Grenze bis nach Nordhessen reicht. Von Juli an wird sie in diesem Gebiet mit einem Dienstwohnwagen unterwegs sein. (epd Niedersachsen-Bremen/b1980/29.06.04)

Kirchenmusik-Zentrum Hildesheim legt erstes Programm vor

Hildesheim (epd). Das neue Evangelische Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik im Michaeliskloster Hildesheim hat sein erstes Halbjahrsprogramm vorgelegt. Sein Themenspektrum reicht vom Predigt-Seminar bis zum Gospel-Workshop. Das neue Zentrum wolle der Zukunft der Kirche neue und nachhaltige spirituelle Impulse geben, schreibt Direktor Jochen Arnold in der evangelischen Mitarbeiterzeitschrift "Dialog", die Ende Juni in Hannover erschienen ist. Es wird am 28. August eröffnet.

"Während vielerorts Bildungseinrichtungen schließen müssen, leistet sich unsere Kirche mit dem Zentrum in den Mauern des ehemaligen Benediktinerklosters eine profilierte Neueröffnung", so Arnold. Das Zentrum sei "ein Signal der Rückbesinnung auf die Mitte des christlichen Glaubens und auf das Herzstück der christlichen Gemeinde". Von August bis Dezember sind insgesamt 25 Veranstaltungen geplant. Den Auftakt macht Ende August eine Liederwerkstatt zum Evangelischen Kirchentag 2005.

Hinzu kommen unter anderem eine "Rhythmus-Werkstatt" für Pop-Musiker, ein Kurs in spanischer Orgelmusik, ein Seminar für weihnachtliche Krippenspiele, ein Workshop zum Kino-Film "Luther", ein Workshop für alternative Gottesdienstformen oder ein Training für Gospelchöre. "Wir wollen innovative Ideen vorstellen, aber auch neu den Schatz traditioneller Sprach- und Lebensformen des Glaubens heben", so Arnold.

Das Zentrum direkt neben der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden St. Michaeliskirche bietet 40 Gästezimmer mit Dusche und WC, die auch an auswärtige Gruppen vermietet werden. Der Kreuzgang des mittelalterlichen Klosters wurde aufwendig restauriert, ein historischer Gewölbekeller neu hergerichtet. Das mehr als 1.000 Jahre alte Kloster, zuletzt Ausbildungsstätte für angehende evangelische Pastoren, wurde für 6,45 Millionen Euro zur Tagungsstätte umgebaut. (epd
Niedersachsen-Bremen/b1970/29.06.04)

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