Präsidium der Konferenz Europäischer Kirchen tagt in Hannover

Nachricht 30. Mai 2004

"Einstehen für christliche Werte und Solidarität in Europa"

Hochrangige Repräsentanten europäischer Kirchen treffen sich in der kommenden Woche in Hannover zur Präsidiumssitzung der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK). 126 orthodoxe, protestantische und alt-katholische Kirchen aus allen Ländern Europas sind in der KEK vertreten. Im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die ebenfalls Mitglied der Konferenz ist, werden vom 1. bis 4. Juni die Aufgabenfelder und Prioritäten der Zukunft behandelt. Am Abend des 3. Juni ist eine Begegnung des KEK-Präsidiums mit dem Rat der EKD unter der Leitung des Ratsvorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber, geplant.

Der Präsident der KEK, Jean-Arnold de Clermont, ist zugleich Präsident der Föderation Protestantischer Kirchen in Frankreich. Seit der Neuwahl des KEK-Präsidiums am 16. Dezember 2003 steht er, gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern, Erzbischof Anastasios von Albanien und der lutherischen Dekanin Margarethe Isberg aus Schweden ,dem insgesamt zehnköpfigen Gremium vor. Weitere Mitglieder, die nach Hannover kommen werden, sind unter anderem der Präsident des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, Thomas Wipf, sowie Metropolit Gennadios von Sassima aus dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel. Auch der Generalsekretär der KEK, Keith Clements, und der Direktor der Kommission für Kirche und Gesellschaft, Rüdiger Noll, werden an der Begegnung mit dem Rat der EKD teilnehmen.

Für die Konferenz Europäischer Kirchen ist Europa nicht gleichbedeutend mit der Europäischen Union, unterstrich Antje Heider-Rottwilm, Leiterin der Europa-Abteilung im Kirchenamt der EKD und ebenfalls Mitglied des KEK-Präsidiums. "Bei unserer Präsidiumssitzung in Hannover wird es auch darum gehen, wie wir die Rolle der Kirchen innerhalb, aber auch jenseits der Grenzen der EU gestalten wollen." Auch die EU-Verfassung, über die die EU-Regierungskonferenz am 17. und 18. Juni in Brüssel entscheiden will, wird Thema sein, ebenso wie die am 13. Juni anstehende Wahl des Europaparlamentes. "Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, für Versöhnung in Europa und für christliche Werte und Solidarität einzustehen" erklärte Frau Heider-Rottwilm.

Hannover, 28. Mai 2004
Pressestelle der EKD
Silke Fauzi