Kunst verbindet deutsche und niederländische Kirchen

Nachricht 30. April 2004

Aurich (epd). Je sechs Kirchengemeinden in den Niederlanden und Deutschland beteiligen sich erstmals an einem grenzüberschreitenden Kunstprojekt. Unter dem Motto "Begegnung/Ontmoetingen" werden Künstler aus der Provinz Groningen und aus Ostfriesland vom 21. Mai bis zum 27. Juni ihre Werke in den Kirchen des jeweiligen Nachbarlandes ausstellen, sagte der Auricher Superintendent Karl-Hinrich Manzke des am Freitag vor Journalisten.

Herbert Müller vom Bund ostfriesischer Künstler betonte die "besondere Herausforderung" für die Künstler in der Auseinandersetzung mit den sakralen Räumen und ihrer alten Kunst. Keinesfalls wolle man mit der modernen Kunst, die ja auch während der Gottesdienste zu sehen sei, die religiösen Gefühle der Kirchengänger verletzen. Dennoch hoffe er auf kritische Diskussionen, denn: "Das Schlimmste, was Kunst passieren kann, ist, dass nichts passiert", sagte der Künstler.

Auch die Eröffnungen seien international geplant, sagte Klaus Peukat von der Ostfriesischen Landschaft: Am 21. Mai werde die deutsche Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) die Ausstellung im Alten Rathaus von Appingedam eröffnen. Im Gegenzug eröffne am 22. Mai der Kommissar der Königin in der Provinz Groningen, Hans Alders, die Ausstellung in der Auricher Lamberti-Kirche.

Auf deutscher Seite beteiligen sich die Ludgeri-Kirche in Norden, die Matthäi-Kirche in Bingum, die Lamberti-Kirche in Aurich, die Wibadi-Kirche in Wiegboldsbur, die Marien-Kirche in Marienhafe und die Dorfkirche im Museumsdorf Cloppenburg. Alle Kirchen seien am Wochenende von 13 bis 17 Uhr geöffnet und werden von Ehrenamtlichen betreut. (epd Niedersachsen-Bremen/b1306/30.04.04)

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