Auf einen Blick (erg. 28.4.)

Nachricht 27. April 2004

Kirchliche Arbeitslosen-Abgabe seit 25 Jahren

Hannover (epd). In 25 Jahren hat die Aktion Arbeitslosen-Abgabe in der hannoverschen Landeskirche 690.000 Euro gesammelt. In diesem Jahr seien bereits 11.800 Euro an vier Initiativen vergeben worden, berichtete Geschäftsführer Helmut Metzger am Montag. Der Verein begeht sein Jubiläum am 29. April um 18.30 Uhr in der Kreuzkirche in Hannover im Anschluss an einen Gottesdienst zum 1. Mai.

Mitarbeiter der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und weitere Personen haben den gemeinnützigen Förderverein vor 25 Jahren gegründet. Er hat Sektionen auch in Wolfsburg und Bad Münder. Im vergangenen Jahr wurden über zehn Initiativen finanziell unterstützt.
Dazu gehörten die Werk-Statt-Schule Northeim, die Jugendwerkstatt Garbsen und das Sozialunternehmen Neue Arbeit in Hannover. Sie erhielten Zuschüsse zu Personalkosten und Investitionen. (epd
Niedersachsen-Bremen/b1234/26.04.04)

Kirchen und Diakonie begrüßen Plan für Kindergärten
Hannover (epd). Die evangelischen Kirchen und die Diakonie haben den neuen niedersächsischen Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in den Kindergärten begrüßt. Diakoniedirektor Henning Brandes kündigte am Montag in Hannover ein ergänzendes Konzept der hannoverschen Landeskirche für ihre Kindertagesstätten an. Darin sollen die Grundlinien des Landesplans aus evangelischer Sicht ausdifferenziert werden. In Niedersachsen gebe es 775 evangelische Kindergärten mit rund 60.000 Kindern.

Brandes hob hervor, die am Montag vom Kultusministerium vorgestellte Diskussionsfassung des Orientierungsplans könne sich auch im bundesweiten Vergleich "sehen lassen". Der Plan sei unter Einbindung der freien Träger entwickelt worden und zeuge von fachlich anerkannten Standards. Ausdrücklich begrüßte er, dass die religiösen Themen als Bildungsinhalt aufgenommen worden seien. Jeder vierte Kindergartenplatz in Niedersachsen sei in kirchlicher Trägerschaft.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1240/26.04.04)

Neue Buchreihe soll Impulse für Gottesdienst geben
Hannover/Hildesheim (epd). Mit einer neuen Buchreihe will das Lutherische Verlagshaus (LVH) Hannover Impulse für den Gottesdienst geben. Als erster Band der Reihe "gemeinsam gottesdienst gestalten" ist jetzt ein Buch mit "Hinführungen zu den biblischen Lesungen im Gottesdienst" erschienen. Es soll nach Angaben des Verlags vom Donnerstag den Laien helfen, die biblische Texte im Gottesdienst vorzulesen. Es enthält Anleitungen zum öffentlichen Sprechen sowie Einleitungen und Verstehenshilfen zu den einzelnen liturgisch festgelegten Texten.

Die Reihe wird gemeinsam mit dem Evangelischen Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik im Michaeliskloster Hildesheim von dessen Leiter Jochen Arnold herausgegeben. Der erste Band verzeichnet neben seinen Herausgebern Fritz Baltruweit, Jan von Lingen und Christine Tergau-Harms zahlreiche weitere Autoren, die Erfahrungen aus Wissenschaft, Praxis und Medienarbeit einbringen. Das Buch mit 191 Seiten kostet 14,90 Euro. (epd Niedersachsen-Bremen/b1187/22.04.04)

Erste Diakoniestation in Niedersachsen zertifiziert

Rotenburg (epd). Die Diakonie- und Sozialstation Scheeßel-Fintel bei Rotenburg ist als erster ambulanter diakonischer Pflegedienst in Niedersachsen zertifiziert worden. Das Europäische Institut zur Zertifizierung von Managementsystemen und Personal habe der Einrichtung das Diakonie-Siegel Pflege verliehen, teilte das Diakonische Werk der hannoverschen Landeskirche am Montag mit. Dies bedeute, dass die Pflegebedürftigen auf "eine hohe Qualität in der Pflege und Versorgung" vertrauen dürften.

Der Bereichsleiter der Diakonie in Hannover, Wilfried Wesemann, hob hervor, dass die Diakoniestation neue Wege gehe, während die Öffentlichkeit immer wieder durch die Debatte um Notstände in der Pflege alarmiert werde. Sie gewährleiste trotz aller Knappheit der Ressourcen eine ganzheitliche Pflege, Versorgung, Betreuung und Beratung nach dem christlich-diakonischen Menschenbild.

In Niedersachsen gibt es 175 ambulante diakonische Einrichtungen, die 14.000 Pflegebedürftige betreuen. Mehr als 43.000 Menschen des Bundeslandes nutzen die Angebote einer ambulanten Pflegestation. (epd
Niedersachsen-Bremen/b1230/26.04.04)

Bischöfin läuft für den Kirchentag in Hannover

Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann wird mit 40 Läufern beim Hannover-Marathon am 2. Mai für den Kirchentag im kommenden Jahr werben. Das Kirchenteam weist mit seinen Trikots auf das kirchliche Großereignis hin: "...auf dem Weg zum 30. Deutschen Evangelischen Kirchentag - 25. bis 29. Mai 2005 in Hannover", steht auf dem Rücken der am Montag vorgestellten Trikots. Zum Hannover-Marathon erwarten die Veranstalter 10.000 Teilnehmer.

Mit dem Motto "Kirche laufend dabei" auf der Brust gehen im Kirchenteam Synodale, Pastorinnen und Pastoren, kirchliche Mitarbeiter, Journalisten und Mitarbeiter des Kirchentages auf die verschiedenen Strecken. Die meisten beteiligen sich wie Bischöfin Käßmann am 10-Kilometer-Lauf unter dem Motto "Pro Toleranz", laut Käßmann ein wichtiges Thema auch für die Kirchen. Sie selbst laufe aus Spaß und wolle auch zum Breitensport ermuntern, sagte sie vor Journalisten.
Käßmann ist seit ihrem Amtsantritt von fünf Jahren bei jedem Hannover-Marathon dabei.

8.000 Motorräder rollten zum Gedenkgottesdienst

Braunschweig (epd). Zur Eröffnung der Motorradsaison haben sich am Sonnabend mehrere tausend Biker an einer Gedenkfahrt für die Unfallopfer des vorigen Jahres von Salzgitter nach Braunschweig beteiligt. Nach Angaben der Polizei waren etwa 8.000 Maschinen zum Braunschweiger Dom unterwegs. Der Gedenkgottesdienst wurde aus der überfüllten Kirche mit Lautsprechern nach draußen übertragen.

"Jeder Verkehrstote ist einer zuviel", hieß es mehrfach in den Fürbitten und Ansprachen. "Hilf uns, Herr, dass diese Einsicht unser Verhalten im Straßenverkehr bestimmt", betete der evangelische Motorradpfarrer Reinhard Arnold (Salzgitter). Er bedauerte, dass etwa 70 Prozent der Todesfälle im Regierungsbezirk auf Versagen der Motorradfahrer zurückzuführen seien. Die Gedenkfahrt fand zum 17. Mal statt und stand unter dem Motto "Gib Sonntagsfahrern eine
Chance".

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Motorradfahrer (acm) beklagte den Tod von 17 Unfallopfern im Regierungsbezirk Braunschweig und von 947 Kradfahrern, die bundesweit bei Verkehrsunfällen gestorben sind. Für jedes Opfer aus der Region war ein kleines Holzkreuz vor dem Altar aufgestellt. Sprecher nannten Unfallursachen und Vornamen: "Am 15. April um 20.50 übersieht der 46-jährige Michael aufgrund überhöhter Geschwindigkeit das Rotlicht und nimmt einem Pkw die Vorfahrt". (epd
Niedersachsen-Bremen/b1218/24.04.04)

Bibelseminar neu am Hermannsburger Missionsseminar

Hermannsburg/Kr. Celle (epd). Das Missionsseminar in Hermannsburg hat ein neues Studienangebot für junge Erwachsene ins Leben gerufen.
Ende August beginnt der erste halbjährige Kurs im "Bibelseminar Hermannsburg". Das Seminar richte sich an Berufsstarter, die sich nach dem Abitur oder einer Ausbildung über zukünftige Lebensentscheidungen orientieren wollten, sagte Christoph vom Brocke vom Missionsseminar am Donnerstag dem epd.

Im Bibelseminar führten Dozenten des Missionsseminars in die Bibel und biblische Theologie ein, erläuterte vom Brocke. Ein weiteres Schwerpunktthema seien andere Religionen und Weltanschauungsfragen.
Darüber hinaus gebe es Zeit und Impulse für die Persönlichkeitsentwicklung. Die Teilnehmer lernten und lebten gemeinsam.

Das Bibelseminar ist an das Missionsseminar des Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Niedersachsen angeschlossen.
Als einzige landeskirchliche Ausbildungsstätte schult das Missionsseminar bis heute Pastorinnen und Pastoren gezielt für die Arbeit im Ausland. Das Missionswerk hat Kontakte in weltweit fast 20 Länder.

Das Bibelseminar löst in Hermannsburg die "Mitarbeiterschule" ab. In ihr wurden laut vom Brocke seit mehr als 50 Jahren junge Erwachsene für das ehrenamtliche Engagement in der Kirche ausgebildet. Informationen und Anmeldungen (bis Ende Juni) unter Telefon: (05052)69-450, Internet:
www.missionsseminar.de. (epd Niedersachsen-Bremen/b1188/22.04.04)

Rund 200 Kirchen in Niedersachsen verlässlich offen

Lüneburg (epd). Rund 200 Kirchen in Niedersachsen sind in den Sommermonaten verlässlich für Besucher geöffnet. Mit dem Beginn der Saison im April hätten weitere Kirchen das blaue Signet erhalten, das ein geöffnetes Portal zeigt. Das Schild garantiere, dass die Kirchen bis Ende September an fünf Wochentagen mindestens vier Stunden geöffnet sind, sagte Christian Cordes von "Kirche in Tourismus" der hannoverschen Landeskirche am Mittwoch dem epd in Lüneburg.

Das im Jahr 2000 zunächst in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers eingeführte Signet für offene Kirchen gibt es nach Angaben des Pastors mittlerweile in sechs weiteren Landeskirchen.
Es weist unter anderem im Rheinland, in Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geöffnete Kirchen aus.

"Es ist ein einprägsames Zeichen dafür, dass es sich lohnt, die Kirchenklinke zu drücken", erläuterte Cordes. Besonders Touristen nehmen nach seinen Erfahrungen dieses Angebot gerne an. Eine Liste mit den verlässlich geöffneten Kirchen in Deutschland ist im Internet unter www.offene-kirchen.de zu finden. (epd Niedersachsen-Bremen/b1169/21.04.04)

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