Auf einen Blick, erg. 20.2.

Nachricht 20. Februar 2004

Evangelische Jugend ruft zur Fastenaktion auf Hannover (epd). Unter dem Motto "Gegen den Trend: Träume, Zukunft, Leben" ruft die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Niedersachsen zu ihrer jährlichen Fastenaktion auf. Die niedersächsische Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) schreibt im Vorwort der Arbeitshilfe, die Aktion rege in gelungener Weise zu einer zeitgemäßen Debatte über christliche Normen und Werte an. Die Arbeitshilfe wird nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft vom Freitag an 1.800 Schulen in Niedersachsen verteilt.

Die 112-seitigen Materialien ermutigten dazu, sich persönlich mit "Träumen, Zukunft, Leben" auseinander zu setzen, heißt es weiter. Schwerpunkte seien unter anderem die Themen "Ich bin ein Unikat, aber noch nicht fertig!", "Mir reicht's, wie mache ich weiter?", "Ziele und Träume von Jugendlichen in Europa" oder "Lebensrückblick von vorne". Die Sozialministerin betont, dass die Fastenaktion das Bedürfnis junger Menschen aufgreife, den eigenen Standort in der Gesellschaft zu reflektieren und gleichzeitig eine eigene Position zu entwickeln.

Die Aktion "Gegen den Trend" gibt es seit 1976. Sie lädt Jugendliche zu einer besonderen Besinnung in der Passions- und Fastenzeit ein, die mit dem Aschermittwoch am 25. Februar beginnt. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft will sie Heranwachsende dazu veranlassen, ihr Verhalten und ihre Gewohnheiten zu überprüfen und auf vermeintlich Wichtiges oder Notwendiges zu verzichten. Die Broschüre kann telefonisch unter 0511/1241-571 bestellt werden und steht im Internet unter www.aejn.de. (epd Niedersachsen-Bremen/b0513/20.02.04)

Immer mehr Verschuldete suchen Rat der Kirche
Northeim (epd). Das Diakonische Werk im evangelischen Kirchenkreis Leine-Solling hat die Schuldnerberatung zu einem seiner Arbeits-Schwerpunkte ausgebaut. Immer mehr Verschuldete suchten den Rat der Kirche, sagte Superintendent Heinz Behrends am Freitag in Northeim. Verschuldung sei "die moderne Form der Verarmung".

Nach Angaben des Koordinators Marco Spindler betragen die Wartezeiten Rat suchender Bürger in einigen Fällen schon mehrere Monate. Das Diakonische Werk erwäge deshalb sogar den Aufbau eines Notdienstes.

Eine Arbeitsgruppe im Kirchenkreis bereitet zum kommenden Herbst eine vorsorgende Beratung von Schülerinnen und Schülern vor. Bislang bieten insgesamt sieben Mitarbeiter des Diakonischen Werkes in Northeim, Einbeck und Uslar Beratungen in Fragen von Insolvenz und Verschuldung an. (epd Niedersachsen-Bremen/b0505/20.02.04)

Tagung zur Ethik der Embryonen-Forschung in Loccum
Hannover/Loccum (epd). Die Ethik der Embryonen-Forschung und Fortpflanzungs-Medizin steht im Mittelpunkt einer Tagung in der Evangelischen Akademie Loccum vom 17. bis 19. März. Referentin ist unter anderem Margot von Renesse, ehemalige Vorsitzende der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" des Deutschen Bundestages, teilte das Zentrum für Gesundheitsethik der hannoverschen Landeskirche als Veranstalter am Freitag mit.

Die ethischen Argumentationen würden durch unterschiedliche Gesichtspunkte beeinflusst, heißt es weiter. Dazu zählten sowohl die medizinisch-technische Wahrnehmung des Embryos und die Sicht der betroffenen Eltern als auch die Menschenbilder, die durch die Politik vermittelt werden, und die Berichterstattung in den Medien. Ziel der Tagung sei es, die verschiedenen Positionen zur Embryonen-Forschung sichtbar zu machen und nach den Konsequenzen für den Ethik-Diskurs zu fragen. Nähere Informationen unter Telefon 0511/1241-477. (epd
Niedersachsen-Bremen/b0444/13.02.04)

Kirchen helfen der Serbisch-Orthodoxen Gemeinde Hannover
Hannover (epd). Die Serbisch-Orthodoxe Kirchengemeinde in Hannover hat am Mittwoch 10.000 Euro Unterstützung von den beiden großen Kirchen erhalten. Die evangelische Bischöfin Margot Käßmann und der Hildesheimer katholische Bischof Josef Homeyer überreichten der in Finanznot geratenen Gemeinde den Scheck und riefen auch die Bürger Hannovers zu Spenden auf. Käßmann bezeichnete die Gemeinde als eine Bereicherung der Ökumene in Niedersachsen. Für die Stadt übergab Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg einen Scheck über 1.000 Euro.

Erzpriester Milan Pejic berichtete, die Mitglieder der Gemeinde und ehemaligen "Gastarbeiter" seien heute zum großen Teil in Rente oder arbeitslos. Die Gemeinde sei aber allein auf Spenden ihrer Mitglieder angewiesen. 1995 hatte sie am Mengendamm ihr Kirchenzentrum und die nach dem serbischen Nationalheiligen Sava benannte Kirche eingeweiht. Das Spendenkonto der Gemeinde ist 616460 bei der EKK Hannover, BLZ 25060701.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0475/18.02.04)

Alttestamentler gründen wissenschaftliches Netzwerk
Göttingen (epd). Alttestamentler aus Skandinavien und Deutschland wollen ihre wissenschaftliche Arbeit enger verzahnen. Die Seminare mehrerer Hochschulen hätten sich deshalb zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, teilte die Theologische Fakultät der Universität Göttingen am Donnerstag mit. Als einzige deutsche Einrichtung ist das Göttinger Seminar für Altes Testament an dem Netwerk beteiligt.

Nach Angaben der Fakultät sollen vor allem Nachwuchsforscher Gelegenheit erhalten, ihre wissenschaftliche Arbeit in englischer Sprache einem kompetenten internationalen Kreis vorzustellen. Zudem plane das des "Nordic-German Network for Old Testament Doctoral Education" die wechselseitige Betreuung von Doktoranden, Gastseminare und Gastvorträge. Die Nordische Forscherausbildungsakademie mit Sitz in Oslo hat kürzlich einen Antrag des Netzwerks auf zunächst dreijährige Finanzierung bewilligt. (epd Niedersachsen-Bremen/b0493/19.02.04)

Pastor Klatt leitet Wohlfahrtspflege der Region Hannover
Hannover (epd). Der evangelische Diakoniepastor Christian Klatt (Springe) ist neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Region Hannover. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft vom Donnerstag löst er Thomas Dettmer ab, Geschäftsführer des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes, der nun 2. Vorsitzender ist. Den Mitgliedsverbänden der Arbeitsgemeinschaft in der Region Hannover gehören über 900 Einrichtungen an, darunter Kindergärten, Jugend- und Altenhilfe, Sozialstationen und Beratungsstellen. (epd Niedersachsen-Bremen/b0489/19.02.04)

Auch das Internet macht sich für Kinderhospiz stark
Syke/Kr. Diepholz (epd). Mit Internet-Aktionen bei Ebay will eine Gruppe "Sir Richard Löwenherz" das Kinderhospiz in Syke unterstützen.
Vier Frauen und drei Männer aus dem gesamten Bundesgebiet haben in fast 300 Auktionen bereits mehr als 8.400 Euro gesammelt, teilte das Kinderhospiz "Löwenherz" am Montag mit. Bis Ende des Monats soll die Schallgrenze von 10.000 Euro erreicht werden.

Im Chat-Room hatte die Gruppe von dem Kinderhospiz erfahren: "Wir waren beeindruckt, was dort oben in Norddeutschland entstanden ist und wollten helfen", sagte einer der Mitstreiter aus dem Allgäu. Unter dem Namen des edlen Ritters organisierten die Initiatoren seit dem vergangenen November Ebay-Auktionen im Internet, heißt es.

Nähere Informationen unter http://home.arcor.de/srloewenherz im Internet.
(epd Niedersachsen-Bremen/b0458/16.02.04)

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Wilhelm Helmers neuer Superintendent in Bremervörde-Zeven

Zeven. Auf ihrer gestrigen Sitzung wählten die Mitglieder des Kirchenkreistages den 43 jährigen Pastor Wilhelm Helmers aus Ostrhauderfehn in Ostfriesland zum neuen Superintendenten im evangelischen Kirchenkreis Bremervörde-Zeven. Helmers war der einzige Kandidat und konnte 65 der 68 Stimmen auf sich vereinigen. Am 29. August wird er vom Stader Landessuperintendenten Manfred Horch in sein neues Amt eingeführt werden. Bis zum Sommer 2003 leitete Hans-Wilhelm Hastedt den Kirchenkreis, zu dem 19 Gemeinden mit rund 59.000 Mitgliedern gehören.

Der gebürtige Ostfriese Helmers studierte Theologie in Göttingen und Hamburg, bevor er in Warsingsfehn im Vikariat den praktischen Teil seiner Ausbildung absolvierte. Seit 1990 ist er Gemeindepastor in Ostrauderfehn, einer Gemeinde im Kirchenkreis Rauderfehn in Ostfriesland. In kirchenleitenden Gremien hat er bereits als Mitglied des Kirchenkeisvorstandes Erfahrungen sammeln können. Er ist darüber hinaus Beauftragter für Notfallseelsorge im Sprengel Ostfriesland und bildet Vikarinnen und Vikare aus.

Schwerpunkte seiner bisherigen Arbeit liegen in der missionarischen Ausrichtung von Gemeindeaufbau. So führte er Glaubenskurse für Erwachsene durch und baute die Konfirmanden- und Jugendarbeit in seinem Bezirk weiter aus. An der Vorbereitung und Durchführung des Ostfriesischen Kirchentages war er ebenfalls beteiligt. Helmers und seine Ehefrau Sabine, von Beruf Erzieherin, haben drei Kinder im Alter von acht bis fünfzehn Jahren.

„Wir wünschen uns von unserem neuen Superintendenten, dass er ausgehend von unserem theologischen Fundament den Zusammenhalt zwischen den Gemeinden, die anstehenden Regionalisierungen und die vielen neuen Ansätze für zeitgemäße Gottesdienste stärken und weiterentwickeln wird,“ so Gunda Fitschen, die als Vorsitzende des Kirchenkreistages die Wahl leitete.

Presse- und Informationsstelle des Sprengels Stade
www.sprengel-stade.de